Architektur
Kuppel-Neubau: Das grosse Warten auf den Wettbewerb

2002 hatte das Lost Architekturbüro den ersten Wettbewerb für einen Kuppelneubau gewonnen. Klar ist, dass ein neuer stattfinden soll. Dafür müssen jedoch noch einige Hürden beseitigt werden.

Christian Mensch
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2. Version LOST Architekten Kuppel
6 Bilder
Das Ursprungsprojekt Kuppel der Lost Architekten.
Es wurde aber wieder verworfen.
Eine weitere Version für eine neue Kuppel der Lost Architekten.
Auch das wird nicht gebaut.
Blick auf das Gelände im Nachtigallenwäldeli.

2. Version LOST Architekten Kuppel

Kenneth Nars

Der Vollzug wurde bereits vermeldet. Anfang März berichtete die «Tageswoche», Finanzdirektorin Eva Herzog (SP) habe die Zukunft der Basler Kuppel zur Chefsache erklärt und die Details für einen Unterbaurechtsvertrag geklärt. Anfang Mai würden die Verträge unterzeichnet.

Nun sagt Tobit Schäfer, Präsident der neuen Stiftung Kuppel, es laufe weiterhin der verwaltungsinterne Prozess für die Errichtung der Unterbaurechtsparzelle. Diese ist eine Vorbedingung, damit ein neuer Architekturwettbewerb ausgeschrieben werden könne.

Eine andere Bedingung, damit Stadtbaumeister Beat Aeberhard Einsitz in die Jury nehmen wird, besteht darin, dass ein alter Vertrag mit dem Architekturbüro Lost einvernehmlich aufgelöst wird. Dieses hatte 2002 (!) den ersten Wettbewerb für einen Kuppelneubau gewonnen. Angekündigt war der neue Wettbewerb für die erste Jahreshälfte, um im Jahr 2020 den Neubau eröffnen zu können.

Während die neue Kuppel auf sich warten lässt, werden die Überreste der alten Kuppel beseitigt. So hat der langjährige Betreiber Simon Lutz kürzlich die Kuppel Betriebs AG in seine QPL AG einfusioniert. Gemäss Revisionsbericht war die überflüssig gewordene Firma überschuldet. Im letzten angebrochenen Betriebsjahr 2016 resultierte bei einem Umsatz von 265 000 Franken ein operativer Verlust von knapp 60 000 Franken. In der Schlussbilanz sind kumulierte Verluste von gut 100 000 Franken ausgewiesen.

Sollte die neue Kuppel Verluste schreiben, ist es nicht mehr das Problem von Lutz, sondern das der von Schäfer präsidierten Stiftung.

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