Tierwelt

Neuer Gorilla-Silberrücken hat sich im Zolli sehr gut eingelebt

Silberrücken M'Tongé ist vor drei Monaten im Zoo Basel eingetroffen und hat sich bisher gut eingelebt. Die Basler Gorillas fühlen sich jeden Tag wohler mit ihrem neuen Chef.

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Neuer Gorilla-Silberrücken bewährt sich

Neuer Gorilla-Silberrücken bewährt sich

Zur Verfügung gestellt
M'Tongé hat sich in seiner Gruppe gut eingelebt.

M'Tongé hat sich in seiner Gruppe gut eingelebt.

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Der 15-jährige Gorilla-Silberrücken M’Tongé kam aus einer Männergruppe im Zoo von Warschau (Polen) nach Basel, um die Gruppe anzuführen. Diese Rolle kannte er nur von seinem Vater, denn selbst hatte M'Tongé keine Erfahrung. Dementsprechend gross muss die Herausforderung gewesen sein, als er sich in Basel mit vier älteren und erfahrenen Gorillafrauen und dem temperamentvollen jungen Mann Zungu (12) konfrontiert sah. Mit viel Feingefühl schaffte er es, sich bei den Gorillafrauen als Chef zu behaupten. Zungu (12) konnte er mit etwas bestimmterem Auftreten von sich überzeugen.

Zeit, um sich kennenzulernen

Zuerst lernte M’Tongé alle Basler Gorillas einzeln kennen. Danach verbrachte er Zeit mit Zungu. Ihm musste er klarmachen, dass er sich ihm unterordnen muss. Nach etwa zwei Tagen hatte Zungu das verstanden und die Gruppe wurde wieder zusammengelassen.

Woche für Woche wurden weitere Gehegeabteile geöffnet. Bevor M'Tongé die neuen Räume und Passagen für seine Gruppe freigab, wurden sie jeweils gründlich erkundet. Anfang November konnten die Gorillas auch ihre Aussenanlagen wieder in Besitz nehmen. M’Tongé ist in der Gruppe klar anerkannt und nimmt seine Chef-Rolle selbstsicher wahr.

In Basel soll M’Tongé für Nachwuchs sorgen. Gorillas sind in der Natur sehr gefährdet und ihre Anzahl ist rückläufig. (ska)