Coronavirus

Schlechte Karten für Basler Weihnachtsmarkt

Die Regierung berät demnächst über die Durchführung des Basler Weihnachtsmarkts. Die Chancen für eine Durchführung stehen schlecht. Kommt die nächste coronabedingte Absage für einen Basler Grossevent?

Rahel Koerfgen
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Der Geruch nach Glühwein, Fondue und gebrannten Mandeln wird dieses Jahr wohl ausbleiben - zumindest auf dem Barfüsser- und Münsterplatz.

Der Geruch nach Glühwein, Fondue und gebrannten Mandeln wird dieses Jahr wohl ausbleiben - zumindest auf dem Barfüsser- und Münsterplatz.

Zur Verfuegung gestellt

Er gilt als Highlight im Terminkalender vieler Baslerinnen und Basler. Auch über die Kantons- und Landesgrenzen hinaus: Der Basler Weihnachtsmarkt auf dem Barfüsser- und Münsterplatz ist der Publikumsmagnet schlechthin. Läden, Restaurants und vor allem Hotels profitieren vom grossen Besucheraufkommen auf dem Markt, der jeweils Ende November beginnt und bis 23. Dezember dauert.

Die Basler Weihnacht hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Die durchschnittlich eine Million Besucher generieren laut Schätzungen in besagten Branchen einen Gesamtumsatz von 180 Millionen Franken.

Gerüchten zufolge sei der Fall klar

Doch nun droht nach der Herbstmesse auch dem Weihnachtsmarkt die coronabedingte Absage. Der stellvertretende Regierungssprecher Jakob Gubler sagt auf Anfrage, die Regierung werde «in einer ihrer nächsten Sitzungen» darüber entscheiden. Die nächste findet am Dienstag, 11. August, statt.

Kein Kommentar beim Basler Standortmarketing. Gerüchten zufolge ist die Sache bereits entschieden: Der Weihnachtsmarkt findet nicht statt. Darauf angesprochen will Manuel Staub, Leiter Messen und Märkte beim kantonalen Standortmarketing, keinen Kommentar abgeben.

Absage wäre gravierend für den Tourismus

Bei Basel Tourismus gibt man sich sehr konsterniert ob der drohenden Absage. Vizedirektor Christoph Bosshardt sagt: «Findet der Weihnachtsmarkt nicht statt, erlischt das letzte Fünkchen Hoffnung auf halbwegs positive Tourismuszahlen in diesem Jahr. Insofern wäre eine Absage gravierend.» Man müsse aber auf jeden Fall damit rechnen.

Im Juni, so Bosshardt, seien die Aussichten besser gewesen. Basel Tourismus habe sich mit Vertretern von Messen und Märkten getroffen, «es gab Überlegungen, den Markt auf weitere Plätze auszuweiten». Mittlerweile sei die Situation mit steigenden Fallzahlen anders zu beurteilen. Bosshardt: «Wir können den Behörden nichts vorwerfen. Sie haben alles unternommen, um eine Durchführung zu planen. Wenn das Risiko aber als zu gross eingeschätzt wird, müssen wir das akzeptieren.»