Kontrollen

Stichprobe: 60% der Basler Gefahrgut-Transporte hatten erschreckende Mängel

Das Basler Kantonslabor hat bei Gefahrgut-Transporteuren Mängel bei 60 Prozent der 15 kontrollierten Betriebe beanstandet. Von den insgesamt 20 einzelnen Beanstandungen betrafen elf bedeutsame Mängel mit unmittelbarer Gefährdung, wie das Labor am Donnerstag mitteilte.

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Kenneth Nars

Das kantonale Labor Basel-Stadt hat diese Zahlen in seiner Jahresbilanz der Vollzugstätigkeiten im Bereich des Gefahrgutrechts 2017 zusammengefasst. Es stellt eine gegenüber dem Vorjahr um drei Prozentpunkte verbesserte Beanstandungsquote fest; mit 60 Prozent sei diese jedoch «noch immer als zu hoch zu beurteilen».

Die elf Mängel der Kategorie 1 sind «möglichst schnell zu beheben», da sie «eine unmittelbare Gefährdung der Gesundheit oder der Umwelt darstellen können». Dabei wurden Korrekturmassnahmen verfügt und wurde für den Kontrollaufwand eine Gebühr erhoben. Bei den betreffenden Firmen wird zudem sehr bald nachkontrolliert.

Die Kategorie-1-Beanstandungen betrafen unter anderem Verstösse gegen die Gefahrgut-Strassentransport-Verordnung (SDR), die Überwachung der Vorschriften, Personalausbildung oder fehlende Jahresberichte. Die neun Kategorie-2-Beanstandungen haben hingegen für die gerüffelten Betriebe keine finanziellen Folgen.

Beanstandungsquote bei Gefahrguttransporten in Basel leicht tiefer

Bei der Kontrolle von Gefahrguttransporten in Basel ist die Beanstandungsquote 2017 gegenüber dem Vorjahr von 35 auf 31 Prozent gesunken. Von den 48 überprüften Fahrzeugen waren 15 nicht in Ordnung.

In fünf Fällen waren die Mängel so gravierend, dass eine Weiterfahrt nicht toleriert wurde, wie das Basler Kantonslabor am Freitag mitteilte. Am meisten Beanstandungen gab es bei der Gefahrenkennzeichnung der Fahrzeuge.

Bei den 48 Gefahrguttransporten, die das Kantonslabor letztes Jahr zusammen mit der Kantonspolizei kontrollierte, handelt es sich um 32 Fahrzeuge mit Stückgut und 16 Tankfahrzeuge. Die Beanstandungsquote bei Tankfahrzeugen betrug 38 Prozent, bei den Stückgut-Transporten 31 Prozent. Pro Fahrzeug seien bis zu drei verschiedene Verstösse festgestellt worden.

Bei Fahrzeugen mit Stückgut wurde in vier Fällen die Sicherung der Landung beanstandet. Dies ist gemäss Bericht besonders bedenklich, da Versandstücke während des Transports beschädigt werden können, was zu einem Auslaufen gefährlicher Stoffe führen kann. Im Vergleich zu vergangenen Jahren seien hier indes Verbesserungen zu erkennen