Coronavirus

Universitätsspital Basel behandelt als eins der ersten Zentren Covid-19-Patienten mit Plasma von Geheilten

Am Universitätsspital Basel wurden am 31. März die ersten beiden Corona-Patienten mit Plasma eines genesenen Patienten behandelt. Eine interdisziplinäre Forschungsgruppe hat damit erstmals schweizweit und als eines der ersten Zentren europaweit damit begonnen.

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Das Universitätsspital Basel führt als eines der ersten Zentren eine Plasma-Transfusion bei Covid-19-Patienten durch.

Das Universitätsspital Basel führt als eines der ersten Zentren eine Plasma-Transfusion bei Covid-19-Patienten durch.

Keystone

Zur Behandlung der Covid-19 Lungenerkrankung hat das Unispital Basel am 31. März zum ersten Mal zwei Patienten Plasma verabreicht, welches von genesenen Patienten gewonnen wurde. Im Plasma sind vor allem Eiweisse vorhanden. Dazu gehören Gerinnungsfaktoren und Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger (Immunglobuline).

Geheilte Personen haben nach durchgemachter Erkrankung mit SARS-CoV-2 sogenanntes rekonvaleszentes Plasma. Darin befinden sich dann auch spezifische Abwehr-Eiweisse gegen den Erreger. Diese Methode der Transfusion von rekonvaleszentem Plasma führte bereits bei Ebola und der Schweinegrippe zu einer Besserung des Krankheitsverlaufs.

Krankheitsverlauf kann gelindert werden

Eine interdisziplinäre Forschungsgruppe um die Professoren Manuel Battegay und Andreas Buser haben nun dieses Vorgehen als experimentelle Therapie im Einzelfall bei zwei Covid-19 Patienten des Universitätsspitals Basel angewandt. Der mögliche Therapieeffekt wird studienmässig evaluiert. Man hat die Hoffnung, dass man mit dieser Therapie Krankheitsschwere und -dauer reduzieren kann.

Es haben sich bereits jetzt schon wiedergenesene Patienten beim Universitätsspital als Spender zur Verfügung gestellt. Und eine enge Zusammenarbeit mit anderen Schweizer Zentren wurde in die Wege geleitet.