Kultur

Unverhoffte Ehre: Das Naturhistorische Museum Basel schafft es unter die Welt-Top 50

Das Naturhistorische Museum Baselfindet sich unverhofft unter den top 50 der rund 7000 naturwissenschaftlichen Sammlungen der Welt. Das Basler Haus hütet nicht wie bisher angenommen 7,7, sondern 11,8 Millionen Insekten, Mineralien, Wirbeltiere, Fossilien oder Amphibien.

Drucken
Teilen
Ehre fürs Museum: Kurz vor der Abstimmung wird bekannt, dass das Museum über mehr Exponate verfügt als angenommen.

Ehre fürs Museum: Kurz vor der Abstimmung wird bekannt, dass das Museum über mehr Exponate verfügt als angenommen.

Nicole Nars-Zimmer (niz)

Mitten im Abstimmungskampf um den Neubau des Naturhistorischen Museums Basel und des Staatsarchivs erhält das Museum internationale Ehre. Der «intensiven, systematischen Sammlungsarbeit der letzten Jahre» sei zu verdanken, dass die Zahl der Objekte «heute besser abgeschätzt werden kann als früher», teilte das Naturhistorische Museum Basel am Montag mit. Anlass für die neue Bestandesaufnahme hatten Anfragen der Akademien der Naturwissenschaften Schweiz und des One World Collection Projekts gegeben.

Letztmals waren die NHB-Sammlungen 2004 gezählt worden. Damals schätzte man eine Zahl von 7,7 Millionen Objekten. Seither habe die digitale Erfassung einzelner Sammlungen grosse Fortschritte gemacht und nun einen weit besseren Überblick ermöglicht.

Sind vom Neubauprojekt des Naturhistorischen Museums «hundertprozentig überzeugt»: Die Co-Direktoren David Alder (rechts) und Basil Thüring. R. Schmid
9 Bilder
So soll der Neubau des Naturhistorischen Museums aussehen.
Neubauprojekt Naturhistorisches Museum Basel
Müssen umziehen: Die Exponate aus dem Naturhistorischen Museum sollen in einen Neubau im St. Johann.

Sind vom Neubauprojekt des Naturhistorischen Museums «hundertprozentig überzeugt»: Die Co-Direktoren David Alder (rechts) und Basil Thüring. R. Schmid

Roland Schmid

Von grossem Nutzen für Forscher

Mehrere Objekte der selben Tiergruppe, etwa Käfer, erlauben präzisere wissenschaftliche Aussagen. Bei Beständen von mehreren Millionen Objekten sei indes unmöglich, alles einzeln auszuzählen; stattdessen zähle man zum Beispiel eine Schublade durch und rechne damit den Inhalt eines Schrankes hoch.

Sammlungen wie jene des NHB seien nützlich für die Arbeit von Biologinnen und Paläontologen, Zoologinnen oder Mineralogen, hält das Museum weiter fest. So habe man 2018 Besuche von insgesamt 175 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern registriert. Viele der externen Gäste verbrächten mehrere Tage in den Sammlungen, 2018 waren es insgesamt 435 Tage. (sda/ans)