Motionen

Baselbieter Landrat will unabhängigen Schulsozialdienst

Der Schulsozialdienst im Baselbiet soll künftig - wie früher - nicht mehr den Schulleitungen unterstellt sein. Der Landrat hat am Donnerstag zwei entsprechende Motionen entgegen dem Antrag der Regierung mit grossem Mehr überwiesen.

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Schülerinnen und Schüler, die mit Lehrerinnen und Lehrern oder der Schulleitung Probleme haben, müssen sich an eine unabhängige Stelle richten können. (Symbolbild)

Schülerinnen und Schüler, die mit Lehrerinnen und Lehrern oder der Schulleitung Probleme haben, müssen sich an eine unabhängige Stelle richten können. (Symbolbild)

Keystone

Bis im vergangenen Sommer waren die Mitarbeitenden des Schulsozialdienstens jeweils dem Schulrat oder den sozialen Diensten in den Gemeinden unterstellt. Seit dem neuen Schuljahr unterstehen sie den Schulleitungen.

Dies sei jedoch problematisch, war der Tenor im Parlament: Es gebe immer wieder Schülerinnen und Schüler, die mit Lehrerinnen und Lehrern oder der Schulleitung Probleme haben, sagte ein Landrat. Diese müssten sich an eine unabhängige Stelle richten können. Die Mitarbeitenden der Schulsozialdienste könnten heute nicht unabhängig handeln.

Eine der beiden Motionen verlangt zudem, dass eine Übertragung des Schulsozialdienstes an Gemeinden und private Organisationen möglich wird. Die Angliederung bei den Schulen habe Nachteile bezüglich Synergien und Effizienz, argumentiert der Vorstoss.

Bildungsdirektorin Monica Gschwind sprach sich im Rat für eine Umwandlung der beiden Motionen in Postulate aus. Sie wolle nach der Einführung im vergangenen Sommer zuerst Erfahrung sammeln und dann berichten. Gebe es schon jetzt wieder Änderungen, wäre dies ein Zick-Zack-Kurs. Dies stimme nicht, widersprach eine Landrätin: Jetzt sei gerade noch der richtige Zeitpunkt, um zu korrigieren.