Finanzierung

Baselland hinkt bei der Kinderbetreuung hinterher

Der Kanton Baselland hinkt bei der Finanzierung und bei der Anzahl der Kinderbetreuungsplätze im gesamtschweizerischen und im direkten Vergleich zu Basel-Stadt hinterher. Das geht aus einem aktuellen Update zum kantonalen Familienbericht hervor.

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Familienergänzende Kinderbetreuung kommt den Eltern im Baselbiet teurer zu stehen als im nationalen Durchschnitt. (Symbolbild)

Familienergänzende Kinderbetreuung kommt den Eltern im Baselbiet teurer zu stehen als im nationalen Durchschnitt. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

2017 standen im Kanton Baselland für 22 Prozent der Kinder bis 4 Jahre und für 7 Prozent der Kinder zwischen 5 und 12 Jahren familien- und schulergänzende Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung, schreibt die Baselbieter Regierung in einem am Mittwoch veröffentlichten Update des Familienberichts aus dem Jahr 2010. Damit sei das Angebot seit 2005 um fast das Vierfache angewachsen.

Dennoch hinkt das Angebot im Vergleich zum Nachbarkanton weit hinterher. Aus dem Update, das mit einem Postulat aus dem Landrat eingefordert worden ist, geht hervor, dass in Basel-Stadt für knapp 60 Prozent der Kinder bis 4 Jahre Betreuungsplätze zur Verfügung stünden. Im Kanton Solothurn lag dieser Wert mit 8 Prozent allerdings weit unter dem Angebot des Baselbiets.

Auch bei der staatlichen Finanzierung der Kinderbetreuungsplätze hinkt der Kanton hinterher. Laut Update des Familienberichts müssten die Erziehungsberechtigten im Baselbiet rund 78 Prozent der Betreuungskosten tragen. Im nationalen Durchschnitt müssten die Eltern rund 60 Prozent an die Kosten der Kinderbetreuungsplätze beitragen.