Jahresrechnung

Birsfelden schreibt wider Erwarten eine rote Null

An der gestrigen Gemeindeversammlung präsentierte Christof Hiltmann die Rechnung des vergangenen Jahres. Trotz einem Verlust von rund 350’000 Franken ist das Eregbnis für den Birsfelder Gemeindepräsidenten positiver als erwartet.

Dimitri Hofer
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Für Christof Hiltmann ist das Ergebnis positiver als erwartet.

Für Christof Hiltmann ist das Ergebnis positiver als erwartet.

Nicole Nars-Zimmer niz

Im Vergleich zum budgetierten Verlust von 28 Millionen Franken stellt das geringe Minus eine markante Verbesserung dar. Grund für das bessere Ergebnis sind vor allem Veränderungen bei der Sanierung der Basellandschaftlichen Pensionskasse. Das Baselbieter Stimmvolk hat im letzten Jahr entschieden, dass die Ausfinanzierung der Deckungslücke bei den Lehrpersonen nicht die Gemeinden, sondern der Kanton übernehmen soll. Der Sanierungsaufwand der Gemeinde Birsfelden reduzierte sich auf diese Weise um mehr als die Hälfte.

Trotz grösseren Ausgabenposten per Ende 2014 weist die Bilanz der Gemeinde eine einigermassen solide Struktur auf. Insgesamt habe sich die finanzielle Lage Birsfeldens nicht in dem Ausmass verschlechtert, wie vor eineinhalb Jahren angenommen, sagte Gemeindepräsident Christof Hiltmann (FDP). Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Gemeindeausgaben in den kommenden Jahren nicht zu hundert Prozent durch die Einnahmen gedeckt sind.

Der Birsfelder Gemeinderat zeigt sich jedoch überzeugt, dass mit der Lancierung des Sanierungspakets künftig das Verhältnis von Ausgaben und Einnahmen ausgeglichen werden kann. Durch insgesamt 35 Massnahmen, von denen bereits 22 umgesetzt wurden, sollen unter anderem Kosten bei der familienergänzenden Betreuung im Alter, bei Jugend und Freizeit und bei sozialen Einrichtungen eingespart werden. Einige der Massnahmen dienen aber auch dazu, neue Einnahmen zu generieren.

Der Gemeinderat setzt den Rotstift auch bei sich selbst an. Mitte Juni stimmt die Bevölkerung über eine Reduktion der Exekutive von sieben auf fünf Personen ab. Dank der Verkleinerung würden gemäss Hiltmann 50’000 Franken Lohnkosten wegfallen.