Fussball

Das etwas andere 6-Punkte-Spiel für den FC Basel

Noch nicht einmal 24 Stunden nach dem Erreichen der Europa League-Achtelfinals bereitet sich der FC Basel bereits auf die nächste Partie vom Sonntag gegen Thun vor. Ein Sieg gegen die Berner Oberländer wäre sehr wichtig.

Céline Feller
Drucken
Teilen
Trifft der FCB-Captain Marco Streller nach seinen zwei Toren gegen Maccabi Tel Aviv auch am Sonntag gegenThun?

Trifft der FCB-Captain Marco Streller nach seinen zwei Toren gegen Maccabi Tel Aviv auch am Sonntag gegenThun?

Keystone

Als 6-Punkte-Spiele bezeichnen Trainer, Journalisten und andere Fussballbegeisterte wichtige Partien, bei denen sich zum Beispiel die Meisterschaft entscheidet oder der Ligaerhalt gesichert wird.

Beim Spiel des FC Basel vom Sonntag gegen Thun (13.45 Uhr) entscheidet sich weder Meisterschaft noch Abstieg. Dennoch ist es für die Truppe von Murat Yakin ein Spiel um 6 Punkte. 6 Punkte Abstand auf Direktverfolger YB.

Die Berner patzten beim vorgezogenen Liagspiel am Mittwoch gegen Sion und kassierten gleich eine 3:0-Niederlage. Gewinnt der FCB seine Partie am Sonntag, hat er wieder einen komfortablen 6-Punkte-Vorsprung an der Ligaspitze.

Einfach wird das Duell aber keineswegs, dessen ist sich auch Murat Yakin bewusst: «Thun spielt kompakt und gut organisiert. Sie machen es ihrem Gegner immer schwer.»

Yakin erwartet ein Geduldsspiel gegen einen Gegner, «bei dem nicht ein einzelner Spieler den Unterschied macht, sondern alle solidarisch arbeiten.»

Dreier- oder Viererkette?

Mit welchem Personal und welchem System Yakin die Partie angehen will, wollte er heute noch nicht verraten. Verzichten muss der Münchensteiner neben den langzeitverletzten Ivan Ivanov und Fabian Schär auch auf den noch immer angeschlagenen Marcelo Diaz (fehlt mit einer Wadenzerrung zirka zwei Wochen, Anm. d. Red.) und neuerdings auch auf Behrang Safari. Der Schwede musste in der Schlussphase des gestrigen Sechzehntelfinals gegen Maccabi Tel Aviv vom Feld. Diagnose: Zerrung im Muskelansatz im Oberschenkel. Allzu schlimm ist die Blessur aber nicht. Safari konnte bereits heute Morgen wieder leicht auf dem Velo trainieren.

Ob Yakin eine Dreier- oder eine Viererkette auf den Kunstrasen in Thun schickt, bleibt ein Geheimnis. «Bei dieser Entscheidung spielen viele Faktoren mit. Je nach Wetter, Gegner, Boden und Anspielzeit muss man sich anpassen», so Yakin.

Spätestens nachdem Marek Suchy, Arlind Ajeti und Gastón Sauro gestern aber eindrücklich gezeigt haben, dass auch die oft diskutierte Dreier-Abwehr funktioniert, ist sie für Yakin ein probates Mittel. «Wenn wir beide Systeme beherrschen, und dazu auch noch das schnelle Umschalten von Vierer- uaf Dreierkette während der Partie, bleiben wir unberechenbar und flexibel.»