Gemeinderatswahlen

Dominik Egger (SVP) und Nils Jocher (SP) wollen in Frenkendorf mitgestalten

Um das Mandat im Frenkendörfer Gemeinderat, das durch den nicht wieder antretenden Gemeindepräsidenten Rolf Schweizer (SVP) vakant wird, streiten sich der 42 Jahre alte SVP-Kandidat Dominik Egger und der 19-jährige Nils Jocher von der SP. Während Egger als IT-Servicemanager arbeitet, leistet Jocher nach bestandener Matura Zivildienst. Jocher und Egger sagen, weshalb sie kandidieren, warum sie der Richtige sind für dieses Amt und diskutieren die Altersfrage.

Daniel Aenishänslin
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Links der Rechte, rechts der Linke: Dominik Egger (SVP) und Nils Jocher (SP).

Links der Rechte, rechts der Linke: Dominik Egger (SVP) und Nils Jocher (SP).

Welches ist Ihre Motivation, für den Gemeinderat zu kandidieren?

Nils Jocher: Die vielen Möglichkeiten zu gestalten. Mich reizt es, die Anliegen meiner Generation, die bisher gar nicht im Gemeinderat vertreten ist, einzubringen. Ich will nicht nur von aussen meckern, sondern dafür sorgen, dass alle Generationen eine Stimme haben.

Dominik Egger: Für mich ist es der logische Schritt von der Gemeindekommission in den Gemeinderat, den ich nun machen will. Ich möchte noch mehr mitgestalten, als es mir bis jetzt möglich war. Ganz konkret etwas für unser Frenkendorf bewegen zu können, reizt mich sehr.

Vor welchen Herausforderungen steht die Gemeinde?

Egger: Unsere Finanzen im Griff zu behalten und die anstehenden Ausgaben zu bewältigen, ohne Schulden machen zu müssen. Es sieht sehr gut aus, aber wir müssen weiter in unsere Infrastruktur investieren, damit die Bewohner weiterhin so leben können, wie sie Frenkendorf gewohnt sind.

Jocher: Der bürgerliche Gemeinderat hat ohne Not die Beteiligung am kantonalen Streetworker-Projekt gestrichen. Wir dürfen aber die offene Jugendarbeit nicht aufs Spiel setzen. Zudem brauchen wir bezahlbaren Wohnraum für alle. Auch für Familien und ältere Menschen.

Was würde ein zusätzlicher SP-Sitz bedeuten?

Jocher: Die bürgerliche Mehrheit würde bestehen bleiben, aber die Wählerverhältnisse endlich widerspiegelt. Eine junge Stimme würde sich für ein soziales, nachhaltiges Frenkendorf einsetzen.

Egger: Die bürgerliche Mehrheit und Sitzverteilung wurde über Jahre erkämpft und mit Abstimmungs- und Wahlresultaten gefestigt. Die Bevölkerung will diese gut funktionierende Zusammensetzung. Ein 1:1-Ersatz ist für mich die logische Folge.

Nils Jochers jugendliches Alter wird im Dorf thematisiert. Zu Recht?

Jocher: Entscheidend sind Fähigkeiten und Erfahrungen. Ich konnte Erfahrungen sammeln als Co-Präsident der SP Frenkendorf/Füllinsdorf, als Vorstandsmitglied der Juso Baselland und mehr. Die SVP und die FDP haben gemerkt, auch die Jungen können etwas, darum müssen sie mich aufs Alter reduzieren.

Egger: Ich habe kein Problem mit Nils’ Alter. Letztlich ist es eine Frage der Erfahrung. Wichtig ist, die Abläufe, Verordnungen, Behörden, Verfahren und den bestehenden Gemeinderat zu kennen. Und da ist meine Erfahrung aus der Gemeindekommission bestimmt kein Nachteil.

Welche Visionen haben Sie für Frenkendorf?

Egger: Frenkendorf soll bleiben, wie es ist: ein schöner Wohnort mit aktivem Dorfleben. Mit seinen vielen Vereinen und einer guten Verwaltung wird Frenkendorf noch lange eine interessante und attraktive Gemeinde bleiben.

Jocher: Wichtig sind eine gute Infrastruktur, die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und ein aktives Dorfleben. Der Dorfplatz ist heute ein Parkplatz. Es gäbe Möglichkeiten, einen Dorfkern zu schaffen, der allen Spass macht.