Dorffest

Drei Tage Ausnahmezustand in Binningen

Binningen ist eine Festhütte. Gewerbe und Vereine haben sich für ein grosses Dorffest zusammengetan.

Tobias Gfeller
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Das OK des Dorffestes: (v.l.) Daniel Wittlin, René Degen, Daniel Nyffenegger, Willy Müller, Paul Eichenberger, Bruno Gehrig. Kenneth Nars

Das OK des Dorffestes: (v.l.) Daniel Wittlin, René Degen, Daniel Nyffenegger, Willy Müller, Paul Eichenberger, Bruno Gehrig. Kenneth Nars

Kenneth Nars

Die ersten Festzelte stehen schon, die Bodenplatten, die den Rasen schützen sollen, sind auch schon ausgelegt. Die Vorbereitungen für das grosse Dorffest sind rund um das Schloss schon voll im Gang. Binningen wird vom 13. bis zum 15. September pulsieren, versprechen die Organisatoren, die seit über zwei Jahren mit den Planungen beschäftigt sind.

Insgesamt 84 Unternehmen, Vereine und Institutionen sind beteiligt. Das Gewerbe, von dem der Anstoss für das Dorffest einst ausging, präsentiert sich nicht nur mit seinen Produkten und Dienstleistungen, sondern arbeitet gleich vor Ort auf dem Festgelände.

«Die KMUs können der Bevölkerung so direkt zeigen, wie ihre tägliche Arbeit aussieht. Dadurch wird die Ausstellung lebendiger und weniger statisch», erklärt OK-Präsident und Gemeinderat Daniel Nyffenegger (FDP). Unter dem Motto «gestern, heute, morgen» zeigen die Handwerksbetriebe, wie ihr Beruf in den 1950er-Jahren aussah und wie er zukünftig aussehen könnte. Kaffee wird auf dem offenen Feuer geröstet, im Hochofen Eisen geschmolzen und Formen gegossen und die Garagen stellen eine fast siebzig Jahre alte Tankstelle auf.

«Überall läuft etwas»

Das Dorffest-OK wünscht sich eine Durchmischung des Gewerbes und der Vereine. Handwerk und Dienstleistungen wechseln sich mit Sport, Kultur und kulinarischen Genüssen ab. Die Vielfalt des Binninger Dorflebens wird während dreier Tage aktiv demonstriert. Für Jung und Alt sei etwas dabei, verspricht Nyffenegger. «Mit dem Dorffest wollen wir die ganze Bevölkerung ansprechen.»

Einen speziellen Platz haben die Senioren-Organisationen wie die Spitex, das Alters-und Pflegeheim sowie der Altersverein. Die älteren Besucher erleben, was für sie in Binningen geboten wird. Auch stellen die Senioren-Organisationen ein eigenes Unterhaltungsprogramm auf die Beine. Generell sei es so, schwärmt Unterhaltungschef Daniel Wittlin, dass überall auf dem Festgelände Unterhaltung geboten werde. «Überall läuft etwas, manchmal zeitgleich, manchmal versetzt. Aber langweilig wird es bestimmt nie.» Dafür sorgen die Vereine in den eigenen Festzelten sowie das Organisationskomitee auf den beiden Festbühnen. Gleich nach der offiziellen Eröffnung am Freitagabend sorgen Musikacts am Laufmeter für beste Stimmung.

Sowie alle Generationen mit dem Dorffest angesprochen werden sollen, kommen auch viele Musikstilrichtungen zum Tragen. Von Pop, Rock, Jazz, Swing und Country bis hin zu einem klassischen Konzert mit Chören und Orchester im Schlosspark am Samstagnachmittag ist alles dabei. Der Sonntag, notabene Buss- und Bettag, wird mit einem ökumenischen Freiluftgottesdienst sinnlich lanciert. Der Rest des Tages gehört Binninger Formationen. Abgerundet wird das Dorffest mit einem tanzenden Schulhaus und der Ziehung der Lotterielose.