Gemeindewahlen 2020

Gemeinderatswahlen im Baselbiet: Der Endspurt hat begonnen

Während ein paar Dörfer noch Bewerber suchen, gibt es vielerorts Kampfwahlen.

Simon Tschopp
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Neun Gemeinden im Baselbiet suchen immer noch nach Gemeinderats-Kandidaten. (Symbolbild)

Neun Gemeinden im Baselbiet suchen immer noch nach Gemeinderats-Kandidaten. (Symbolbild)

KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Neun von den 86 Baselbieter Kommunen ringen eine Woche vor den Gesamterneuerungswahlen der Gemeinderäte noch immer um eine genügende Anzahl Kandidaturen. Durch kurzfristige Bewerbungen haben sich die Reihen in den vergangenen Tagen jedoch gelichtet. Unter anderem in Hersberg, wo der Neue Pascal Wiget zusammen mit Gemeindepräsidentin Iris Allenspach Bachmann und Gemeinderat Dieter Reimann in die dreiköpfige Behörde gewählt werden möchte.

Hersberg hatte in den letzten Jahren stets Mühe, Interessierte für seine Exekutive zu gewinnen. Hart traf es die Gemeinde 2008, als ihr der Kanton die Selbstverwaltung entzog und alt Regierungsrat Erich Straumann für gut ein Jahr als Statthalter einsetzte. Einzigartig in der inzwischen 187-jährigen Geschichte des Kantons Baselland.

Vor allem kleine Dörfer mit weniger als 1000 Einwohnerinnen und Einwohnern müssen sich bezüglich Gemeinderatskandidaturen nach der Decke strecken. Ausnahmen bilden diesmal Grellingen und Schönenbuch mit knapp 1900 respektive gut 1400 Bewohnern. In beiden Orten fehlt noch je eine Kandidatur, damit die Wahl ihrer vollständigen Exekutiven am 9. Februar möglich ist.

Auch fünf Gemeinden des Bezirks Sissach hoffen noch auf neue Namen: Oltingen, Rothenfluh, Tecknau und Zeglingen fehlen für ihre fünfköpfigen Räte je eine Person, trister präsentiert sich die Lage in Nusshof. In der 260-Seelen-Gemeinde stellt sich von den drei amtierenden Gemeinderatsmitgliedern nur Vizepräsident Niklaus Lang wiederum der Wahl. Neue Kandidaturen? Fehlanzeige. Eptingen und Ramlinsburg suchen ebenfalls nach weiteren Bewerbern.

Bisherige Gemeinderäte bangen um ihre Mandate

69 Ortschaften können den bevorstehenden Gemeinderatswahlen gelassen entgegensehen. Allein in 18 Kommunen stellen sich alle Bisherigen erneut zur Verfügung und dürften mangels zusätzlicher Kandidaturen wiedergewählt werden. 35 Gemeinden halten Kampfwahlen ab. In Binningen, Birsfelden, Diegten, Frenkendorf, Muttenz, Seltisberg und Sissach treten sämtliche aktuellen Exekutivmitglieder erneut an, sehen sich aber mit neuen Bewerbungen konfrontiert. Gut möglich, dass der eine oder die andere Bisherige über die Klinge springen muss.

Im Laufental sind im Bezirkshauptort sowie in Röschenz und Zwingen regelrechte Kandidatenschwemmen zu verzeichnen. Die drei Kommunen wählen ihre siebenköpfigen Gremien im Proporzverfahren. Laufen und Röschenz registrieren je 19 Kandidaturen, Zwingen wartet mit deren 17 auf. Aesch und Allschwil mit je elf sowie Münchenstein und Therwil mit je zehn Bewerbungen haben für jeweils sieben Mandate auch eine komfortable Auswahl. In 16 Gemeinden stellen sich gleich viele Leute der Wahl, wie Sitze zu vergeben sind.

Dittingen, Füllinsdorf, Liesberg, Nenzlingen, Niederdorf, Tenniken und Waldenburg haben ihre Behörden bereits in stiller Wahl bestimmt. Die Lausner Gemeindekommission hat die stille Wahl des Gemeinderats erst im zweiten Anlauf durchgewinkt, deren Erwahrung steht aber noch aus.