Milchmarkt

«Genossenschaft mooh»: Aescher Miba fusioniert mit Nordostmilch

Die bäuerlichen Milchvermarkter Miba mit Sitz in Aesch und Nordostmilch, die in Winterthur domiziliert ist, legen ihre Milchhandelsaktivitäten zusammen. Die Generalversammlungen haben gestern die im Oktober angekündigte Fusion beschlossen. Die neue «Genossenschaft mooh» startet im Juli mit gut 600 Millionen Liter Milch pro Jahr.

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Der Nordwestschweizer Milchverband Miba hatte für 2015 eine Produktion von rund 250 Millionen Kilo Milch und einen Gesamtertrag von 164 Millionen sowie einen Jahresgewinn von 132'000 Franken ausgewiesen. (Archiv)

Der Nordwestschweizer Milchverband Miba hatte für 2015 eine Produktion von rund 250 Millionen Kilo Milch und einen Gesamtertrag von 164 Millionen sowie einen Jahresgewinn von 132'000 Franken ausgewiesen. (Archiv)

KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

Das Zusammengehen soll Kräfte bündeln für den Markt und den Bauern «massgebliche Mehrwerte» bringen, wie die beiden Unternehmen mitteilten. «mooh» soll die landesweit führende unabhängige Milchvermarkterin sein. Deren erste Generalversammlung (GV) am 22. Juni in Brunegg legt Regeln fest und wählt die Verwaltung.

Erster «mooh»-Präsident soll Nordostmilch-Präsident Robert Bischofberger werden, erster Chef Miba-Geschäftsführer Christophe Eggenschwiler. Der künftige Hauptsitz soll erst an der GV bekannt gegeben werden. Die Miba bleibt danach bestehen und behält ihre Liegenschaften; Nordostmilch geht hingegen voll in «mooh» auf.

Der Nordwestschweizer Milchverband Miba hatte für 2015 eine Produktion von rund 250 Millionen Kilo Milch und einen Gesamtertrag von 164 Millionen sowie einen Jahresgewinn von 132'000 Franken ausgewiesen. Der Miba gehören Milchbauern aus den Kantonen Aargau, Baselland, Basel-Stadt, Bern, Jura und Solothurn an. Das Einzugsgebiet der Nordostmilch liegt zwischen Boden- und Zugersee; dazu gehören Kantone zwischen Schaffhausen, Zug und Graubünden. Das Unternehmen vermarktet jährlich rund 350 Millionen Kilo Milch. Den Umsatz bezifferte ein Sprecher auf rund 215 Millionen Franken im Jahr 2015.(sda/bz)