Waldenburg

Grosse Stimmung, grosse Klasse, grosse Emotionen – das war das Guggenkonzert

Das 33. Guggenkonzert glänzt durch Vielfalt und ein spezielles Ambiente.

Daniel Aenishänslin
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Guggenkonzert Guggenkonzert Waldenburg 2018, Moderation Fabio Nay: Zug durchs Dorf, hier die Gwaageschränzer
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Guggenkonzert Guggenkonzert Waldenburg 2018, Moderation Fabio Nay: Zug durchs Dorf, hier die Latärnäschränzer
Guggenkonzert Guggenkonzert Waldenburg 2018, Moderation Fabio Nay: Zug durchs Dorf, hier die Latärnäschränzer
Guggenkonzert Guggenkonzert Waldenburg 2018, Moderation Fabio Nay: Auftritt der Latärnäschränzer
Guggenkonzert Guggenkonzert Waldenburg 2018, Moderation Fabio Nay: Moderator Fabio Nay
Guggenkonzert Guggenkonzert Waldenburg 2018, Moderation Fabio Nay: Zug durchs Dorf, hier die Schlappschwänz
Guggenkonzert Guggenkonzert Waldenburg 2018, Moderation Fabio Nay: Auftritt der Au Rugger
Guggekonzert Waldenburg 2018
Guggenkonzert Guggenkonzert Waldenburg 2018, Moderation Fabio Nay: Auftritt der E.N. Bloosbälg

Guggenkonzert Guggenkonzert Waldenburg 2018, Moderation Fabio Nay: Zug durchs Dorf, hier die Gwaageschränzer

Kenneth Nars

«Man kann eine grössere Vielfalt von Liedern spielen und nimmt mehr Emotionen wahr», beschreibt Manuela Käser, Präsidentin der Frenkendörfer Schlappschwänz, den Unterschied zwischen der Strassenfasnacht und einem Guggekonzert. Am Dienstag fand die 33. Ausgabe der Oberdörfer Los Ventilos in Waldenburg statt. Die Schlappschwänz waren jedes Mal dabei. «Man kennt viele Leute, es ist eine sehr gute Stimmung, und man unterstützt sich gegenseitig», so Käser über den Reiz des Events. Gute Tradition ist es auch, einen Promi das Konzert moderieren zu lassen. DJ Antoine, Linda Fäh und Patrick Hässig waren schon da.

Am Dienstag übernahm Fabio Nay diese Aufgabe. Bekannt ist er als Stimme der «WochenRundShow» auf SRF 3. Der 29-jährige Bündner moderierte zudem im Dezember 2016 und 2017 die Spendenaktion «Jeder Rappen zählt». «Als Kind war ich regelmässig in Chur und in Trimmis an der Fasnacht», erzählt Nay, «das war immer ein absolutes Highlight.» Für Corina Ritter, Tambourmajorin der Buusner Gugge Rugger, ist es «speziell», durch Schweizer Prominenz angesagt und interviewt zu werden.

Nach vier anstrengenden Fasnachtstagen seien die Stimmbänder manchmal nicht mehr in der Lage, «grosse Geschichten zu erzählen». Das Guggenkonzert in Waldenburg gehöre seit Jahren zum festen Programm der Guggä Rugger. Besonders beeindruckt sei sie jeweils vom traditionellen Marsch durch Waldenburg zur Bühne auf dem Schulhausplatz «im mystischen Licht der Fackeln» vor 2500 Zuschauern.

Als das Guggekonzert noch von Telebasel ausgestrahlt wurde, hätten sich die Gugge Rugger jeweils am Fasnachtsdonnerstag getroffen, um ihren Auftritt gemeinsam im Fernsehen anzuschauen. «Dies war jedes Mal ein Highlight», sagt Ritter. Dass das Konzert nicht mehr im TV gezeigt wird, bedauert auch Sarah Altermatt, Präsidentin der Liestaler Latärnäschränzer: «Die Aufregung war grösser und es lockte mehr Besucher an.» Wie die Schlappschwänz sind die Latärnäschränzer ebenfalls 33 Mal aufgetreten. Rekord. Sie stelle fest, sagt Altermatt, das Publikum erwarte an der Fasnacht keine klassische Guggenmusik mehr, «sondern ein musikalisch stimmiges Programm». Deshalb werde ab Mitte August wöchentlich geprobt. «Für uns Lieschtler ist das Guggenkonzert der einzige Fasnachtsanlass hinten im Tal», sagt Altermatt, «es herrscht jeweils ein spezielles Ambiente.»