Kommentar
Das Beste, was passieren konnte

Tempo 30 flächendeckend auf den Gelterkinder Gemeindestrassen war in der Referendumsabstimmung chancenlos.

Simon Tschopp
Simon Tschopp
Drucken
Teilen
Die Gegner haben gewonnen: klares Nein zu Tempo 30 in Gelterkinden.

Die Gegner haben gewonnen: klares Nein zu Tempo 30 in Gelterkinden.

Kenneth Nars

Das haben sich im Vorfeld der Referendumsabstimmung über Tempo 30 in Gelterkinden alle gewünscht: eine hohe Stimmbeteiligung und ein klares Resultat. Beides ist eingetroffen – das Beste, was passieren konnte.

Fürs Referendumskomitee war das Vorhaben, flächendeckend auf Quartierstrassen Tempo 30 einzuführen, unnötig und zu teuer. Es gebe keine Probleme mit der Sicherheit, hiess es. Seine Argumente überzeugten die Mehrheit der Stimmberechtigten.

Der Anteil von 60 Prozent Nein-Stimmen spricht eine deutliche Sprache.

Es ging auch um Geld. Der Kostenfaktor spielte wohl eine Rolle, doch allein mit der Kredithöhe von 336'000 Franken ist der klare Ausgang nicht zu erklären.

Die Befürworter fielen zwar mit lustvolleren Aktionen auf als die Gegner, doch das reichte nicht für einen Sieg an der Urne. Wie sich dieses Verdikt auf Tempo-30-Abstimmungen in weiteren Baselbieter Gemeinden auswirken wird, ist schwierig abzuschätzen. Vor gut drei Monaten sagte Maisprach nach gereizten Auseinandersetzungen – ebenfalls in einer Referendumsabstimmung – deutlich Ja. In jeder Kommune herrschen andere Befindlichkeiten.

Aktuelle Nachrichten