GEA Pharma Systems

Massenentlassung: Bubendorf verliert bald 82 Arbeitsplätze

Das Tochterunternehmen eines deutschen Konzerns bereitet die Schliessung des Betriebs in Bubendorf bis Ende 2016 vor. Derzeit sind 82 Arbeitnehmende bei GEA Pharma Systems beschäftigt.

Daniel Haller
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Bei einer Schliessung müsste allen gekündigt werden. Dabei würden 40 Arbeitsplätze bis Ende Jahr verloren gehen, weitere 42 bis Ende 2016.

Bei einer Schliessung müsste allen gekündigt werden. Dabei würden 40 Arbeitsplätze bis Ende Jahr verloren gehen, weitere 42 bis Ende 2016.

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GEA Pharma Systems in Bubendorf ist von der Schliessung bedroht. Die Geschäftsleitung hat das bei Massenentlassungen gesetzlich vorgeschriebene Konsultationsverfahren eingeleitet. «Von einer Betriebsschliessung ist potenziell die gesamte Belegschaft betroffen», heisst es in der schriftlichen «Mitarbeiterinformation wegen allfälliger Massenentlassung», die der bz vorliegt.

«Die GEA Pharma Systems AG in Bubendorf beschäftigt derzeit 82 Arbeitnehmende mit unbefristeten Arbeitsverträgen.» Bei einer Schliessung müsste allen gekündigt werden. Dabei würden 40 Arbeitsplätze bis Ende Jahr verloren gehen, weitere 42 bis Ende 2016.

Die Frist, innerhalb der die Mitarbeitenden Vorschläge unterbreiten können, läuft bis zum 3. Juli. Die Geschäftsleitung werde die Vorschläge «sorgfältig prüfen» und am 19. August dazu Stellung nehmen.

Mutterkonzern will sparen

Drei Gründe für die mögliche Betriebsschliessung nennt die Geschäftsleitung:

  • Die Kunden stammen immer mehr aus Südostasien, China und Indien.
  • Aufgrund des Konkurrenzdrucks müsse die Zahl der GEA-Standorte reduziert werden.
  • Die Fixkosten seien in der Schweiz höher.

Die vormalige Aeromatic-Fielder AG produziert in Bubendorf Apparate für die Pharma-Industrie, die weiter unter dieser Marke vertrieben werden. Der Betrieb gehört zur deutschen GEA Group. Diese bezeichnet sich als «einer der grössten Systemanbieter für die nahrungsmittelverarbeitende Industrie sowie ein breites Spektrum von Prozessindustrien mit einem Konzernumsatz von rund 4,3 Milliarden Euro in 2013 (...) Zum 30. Juni 2014 beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 18'000 Mitarbeiter.» 2014 kündete GEA unter dem Titel «Fit for 2020» eine Optimierung der Konzernstruktur an mit dem Ziel, bis 2017 jährlich 100 Millionen Euro einzusparen. Dies würde «zu einem Abbau von weltweit rund 1000 Mitarbeiterkapazitäten in den nächsten 2 bis 3 Jahren führen».

Diese Pläne zusammen mit dem überbewerteten Franken dürften für den Standort Bubendorf das Ende bedeuten, selbst wenn in der Mitarbeiterinformation die Schliessung nur als «mögliches Szenario» bezeichnet wird.