Coronavirus

Mit Härtefall-Millionen gegen Beizen-Ruin im Baselbiet

Noch kämpfen unzählige Baselbieter KMU mit den wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns im Frühling.

Hans-Martin Jermann
Drucken
Teilen
Die nun verfügten Massnahmen aufgrund rasant steigender Corona- Zahlen könnten nun viele in den Ruin treiben. Betroffen ist vor allem, aber nicht nur, die Gastro- und Eventbranche. (Symbolbild)

Die nun verfügten Massnahmen aufgrund rasant steigender Corona- Zahlen könnten nun viele in den Ruin treiben. Betroffen ist vor allem, aber nicht nur, die Gastro- und Eventbranche. (Symbolbild)

Keystone

Die nun verfügten Massnahmen aufgrund rasant steigender Corona- Zahlen könnten nun viele in den Ruin treiben. Betroffen ist vor allem, aber nicht nur, die Gastro- und Eventbranche. «Diese KMU benötigen rasch und unkompliziert Hilfe, sonst gibt es viele von ihnen im Frühling nicht mehr», sagt CVP-Landrat Marc Scherrer. Er und Christine Frey (FDP) fordern Hilfen an KMU, die von den Einschränkungen besonders betroffen waren und sind. Der Kanton soll dafür im Budget 2021 einen Betrag von 10 Millionen Franken einstellen. Den Vorstoss reichen die beiden heute Donnerstag im Landrat ein.

Nur KMU unterstützen, die langfristig lebensfähig sind

Baselland hat als einer der einzigen Kantone im Frühling ein umfassendes Soforthilfe-Paket geschnürt. Davon profitierten alle KMU, die beim Bund für Kurzarbeit gemeldet waren. Die nun geforderten Härtefallbeiträge sollen spezifisch besonders betroffenen Unternehmen zugute kommen: Laut FDP-Landrätin Frey müssten diese etwa nachweisen, dass sie 2020 einen harten Ertragsrückgang erlitten haben; denkbar wäre ein Mindestverlust von 60 Prozent.

Ebenfalls müssten die Betriebe darlegen, dass sie in den Vorjahren gut gewirtschaftet haben. Es sollen also nur jene Betriebe unterstützt werden, die langfristig überlebensfähig sind. «Der Kanton kann und soll sich das leisten. Das ist Werterhalt und somit gut investiertes Geld», sagt Frey. Sie und Scherrer verstehen die Idee zudem als Alternative zur Geschäftsmietenlösung, von der nur wenige KMU profitierten.

Über Kantonsbeiträge an Mietvereinbarungen stimmt das Baselbieter Volk am 29. November ab. Dennoch wird der geistige Vater des Geschäftsmieten-Modells, SP-Chef Adil Koller, die Idee der bürgerlichen Kollegen unterstützen, wie er bestätigt.