Titterten

Neuer Gemeinderat: Urs Buser entscheidet Kampfwahl für sich

Der neue Titterter Gemeinderat heisst Urs Buser. In einer Kampfwahl ersetzt der 46-Jährige Rolf Rudin, der als Gemeindepräsident per Ende Juni zurücktritt. Buser konnte sich gegen seinen Konkurrenten Ueli Müller mit 119 gegenüber 66 durchsetzen.

Simon Tschopp
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Ortsschild von Titterten.

Ortsschild von Titterten.

Kenneth Nars

Der 46-jährige Buser, der mit seiner Familie erst seit vier Jahren in Titterten wohnt, hat sich in einer Kampfwahl gegen Landwirt Ueli Müller (62) durchgesetzt. Der Aussendienstmitarbeiter erreichte 119 Stimmen, Müller kam auf 66. Das absolute Mehr lag bei 99 Stimmen, die Stimmbeteiligung bei hohen 65,5 Prozent.

Mit Wahl gerechnet

Urs Buser hat mit seiner Wahl gerechnet, «aufgrund von Äusserungen aus der Dorfbevölkerung», wie er gegenüber der bz sagt. Sein erster Auftritt im Titterter Blatt, in welchem sich die beiden Kandidaten vorgestellt haben, sei für seinen Sieg entscheidend gewesen. Buser: «Ich war ausführlicher und konkreter und habe auch Privates preisgegeben.» Zudem habe er mit seiner Familie seit dem Zuzug am Dorfleben teilgenommen, und sie seien schnell akzeptiert worden. Tittertens neu gewählter Gemeinderat sieht sich «politisch unabhängig sowie als lösungsorientierten, sachbezogenen und teamfähigen Menschen».

Die ehemalige SP-Landrätin Annemarie Marbet kandidierte in Känerkinden für den frei werdenden Sitz im Gemeinderat. Im ersten Wahlgang schaffte die 63-Jährige mit 172 Stimmen den Einzug in die Exekutive problemlos. Das absolute Mehr lag bei 94 Stimmen, die Stimmbeteiligung betrug 61 Prozent.

Im Rümlingen wurde der einzige offizielle Kandidat ebenfalls gewählt. Der kaufmännische Angestellte Christoph Kamber (Jahrgang 1968) erreichte 61 Stimmen bei einem absoluten Mehr von 40. Auf elf diverse Personen entfielen insgesamt 18 Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei knapp 50 Prozent.

Mangels offizieller Kandidaturen kamen in Brislach und Reigoldswil keine Wahlen zustande. Bei der Gemeinderats-Ersatzwahl in Brislach wurde das absolute Mehr von 22 nicht erreicht. Thomas Hügli (Jahrgang 1986) vereinigte mit fünf eingelegten Zetteln am meisten Stimmen auf sich, gefolgt vom ehemaligen Gemeindepräsidenten Roland Bürki (4). Bei 581 abgegebenen Stimmrechtsausweisen wurden lediglich 194 Wahlzettel eingelegt, davon waren 152 leer oder ungültig. Auch in Reigoldswil wurde das absolute Mehr verpasst. Nadine Plattner kam auf acht Stimmen, für zwei weitere Personen wurden je fünf Wahlzettel eingelegt. Die Stimmbeteiligung betrug 30 Prozent.