Umbau

Pfadiheim Dornach muss renoviert werden – nur zwei Wochen bleiben um das nötige Geld aufzutreiben

Der Umbau der Pfadihütte in Dornach kostet den Trägerverein mehr als erwartet. Nicht nur der Hüttenverein, sondern auch die Pfadiabteilung St. Mauritius Dornach sammelt deshalb fleissig Geld. Ebenso wurde eine Crowdfunding-Aktion gestartet.

Rebekka Balzarini
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Das Pfadihaus wurde 1940 gebaut und zuletzt 1972 umfassend renoviert.

Das Pfadihaus wurde 1940 gebaut und zuletzt 1972 umfassend renoviert.

Nicole Nars-Zimmer niz

Das Pfadiheim Dornach muss aufgemöbelt werden. 45 Jahre sind seit den letzten grösseren Umbauarbeiten vergangen, vor allem im oberen Stock braucht es Neuerungen. Die Toiletten sind veraltet, die Raumaufteilung ist laut Hüttenverein «unpraktisch». Der Verein ist für den Betrieb und den Unterhalt des Pfadiheims zuständig und hat über 100 Mitglieder. Der Vorstand hat im letzten Jahr deshalb unter dem Titel «Vision 2020» ein Projekt für eine umfassenden Sanierung lanciert. Im Spätsommer 2018 werden die Umbauarbeiten starten. Bis dahin wollen der Hüttenverein St. Mauritius Dornach und die Pfadiabteilung St. Mauritius Dornach so viel Geld wie möglich sammeln.

Die Renovierungsarbeiten kosten eine Stange Geld: Patrick Meier vom Hüttenverein rechnet mit Kosten in der Höhe von 820'000 Franken.

«Die Kosten werden vor allem durch die Brandschutzanlagen in die Höhe getrieben», so Meier. Den grössten Teil des Geldes hat der Verein aber bereits beisammen: 150'000 Franken stammen aus dem Eigenkapital, die Bürgergemeinde und die Einwohnergemeinde Dornach spendeten 60'000 beziehungsweise 250'000 Franken. Dazu kamen Spenden von Privatpersonen, Firmen und Stiftungen.

Momentan fehlen noch 220'000 Franken bis zum Baustart am 1. September. «Gebaut wird sowieso», sagt Meier mit fester Stimme. «Auch wenn wir nicht den ganzen Betrag bis zum Sommer zusammenbekommen.» Wenn die Arbeiten wie geplant fortschreiten, dann wird das neue Pfadiheim im Sommer 2019 mit einem Fest eröffnet.

Kredit als Notfallszenario

Der Hüttenverein würde einen Kredit aufnehmen, um den fehlenden Betrag abzudecken. «Das ist aber nicht das Ziel, schliesslich wollen wir den nachfolgenden Generationen keinen Schuldenberg hinterlassen.»

Noch ist Meier optimistisch: «Wir haben noch einige Anfragen an Stiftungen offen. Und wir wollen versuchen, Geld aus den Lotteriefonds der nahen Kantone zu erhalten.» Bis jetzt ist er grundsätzlich zufrieden mit den gesammelten Beträgen. «Auch wenn wir von den Stiftungen bis jetzt weniger erhielten, als wir uns ausgerechnet hatten.»

Bei den Umbauarbeiten wird das erste Stockwerk komplett renoviert: Das Geschoss wird vergrössert, erhält neue WC-Anlagen mit warmem Wasser, und die Räume werden neu aufgeteilt. Dementsprechend wird das Dach angepasst und besser isoliert.

An der Aussenseite wird die Fassade erneuert, und die alten Fenster werden ersetzt. Um die Brandschutzanforderungen des Kantons zu erfüllen, werden neue Fluchtwege gebaut. Ein Teil des Hauses soll ausserdem behindertengerecht gestaltet werden, und für die Wärme wird der Öl-Ofen im Keller durch eine Gas-Zentralheizung ersetzt.

Das untere Stockwerk und der Umschwung bleiben gleich. Die Küche wurde bereits 2009 erneuert, deshalb sind dort keine Renovationsarbeiten geplant.

Pfadikinder sammeln mit

Nicht nur der Hüttenverein, sondern auch die Pfadiabteilung St. Mauritius Dornach sammelt fleissig Geld. Momentan läuft auf der Internetseite lokalhelden.ch ein Crowdfunding. Damit soll das neue Dach des Pfadiheims finanziert werden. 9000 Franken will die Pfadi mindestens sammeln, 6280 sind bereits beisammen. Zwei Wochen haben die Pfader und Pfadis noch Zeit. «Die nächsten Tage wollen wir intensiv nutzen, um Werbung zu machen», so Pfadileiterin Lena Kunz. Unter anderem plant die Pfadi eine Flyer-Aktion. Der Deal mit dem Hüttenverein ist, dass die Pfadiabteilung rund 10'000 Franken sammelt. Dafür hat die Pfadi in diesem Jahr noch einen Unterhaltungsabend geplant, der im April stattfinden soll. Die Motivation bei den Kindern und Leitern sei hoch, erzählt Kunz. «Wir gehen selber jedes Jahr gerne ins Pfadiheim, darum wollen wir auch möglichst viel beisteuern.»

Mit der Geldsammlung allein ist die Arbeit für die Pfadi und den Hüttenverein indes nicht getan: Um Geld zu sparen, sollen sie bei den Bauarbeiten mithelfen, so der Vorsatz im Projekt «Vision 2020».