Urnengänge
Im Oberbaselbiet wird um Gemeinderatssitze gekämpft

Gleich in vier Ortschaften stehen Mitte des kommenden Monats Kampfwahlen an. Wo? Und wer kandidiert?

Simon Tschopp
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Bald müssen neue Exekutivmitglieder bestimmt werden.

Bald müssen neue Exekutivmitglieder bestimmt werden.

Bruno Kissling

Die Stimmbürgerinnen und -bürger von Diegten, Gelterkinden, Läufelfingen und Lupsingen dürfen sich freuen. Sie haben bei den Gemeinderatsersatzwahlen vom 13. Februar eine echte Wahl. Ausschliesslich Kandidaten – Frauen fehlen hier gänzlich – streben die vakant werdenden Mandate in ihren Wohnorten an.

Frühere Gemeinderäte wollen wieder

In Gelterkinden buhlen Pascal Catin (Bürgerlicher Zusammenschluss Gelterkinden/BZG) und der parteilose Urs Dünner um die Nachfolge des zurücktretenden Finanzchefs Stefan Degen (BZG). Ex-Gemeinderatsvizepräsident Markus Schneider und Mahmut Leuthold kämpfen in Diegten um den Einzug in die Exekutive, die der vor knapp zwei Jahren gewählte Martin Schmid aus beruflichen Gründen bereits wieder verlässt.

Auch in Lupsingen tritt ein früherer Gemeinderat erneut an: Der heute 67-jährige Urs Zimmermann gab auf Ende September 2020 wegen gesundheitlicher Probleme seinen Rücktritt. Gemäss eigener Aussage ist er nun «wieder vollständig gesund». Ihm machen Marcel Staudt und Jonas Bischofberger den Sitz streitig, der durch die auf Ende Februar demissionierende Gemeindepräsidentin Sibylle Wanner frei wird. Staudt (Jahrgang 1965) präsidiert die Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission und hat das Referendumskomitee gegen die Revision des Zonenplans und des Zonenreglements angeführt. Das Referendum war Ende November erfolgreich. Bischofberger (21) studiert Sozialwissenschaften und Geschichte und ist Vorstandsmitglied der Jungsozialisten Baselland.

Langjähriger Präsident verabschiedet sich bald

Läufelfingen steht ebenfalls vor einer Kampfwahl. Laut Gemeindeverwaltung bewerben sich zwei Männer um die Nachfolge von Gemeinderätin Ursula Kuster, die ihr Amt Ende März niederlegt. Die Namen der beiden Bewerber werden erst mit dem nächsten Mitteilungsblatt offiziell bekanntgegeben.

Der 55-jährige Notfallsanitäter und Buchautor Horst Heckendorn will in Bennwil den Sitz des demissionierenden Gemeinderats Jeremias Heinimann beerben. In Rümlingen möchte Corinne Cartier auf Gemeindepräsident Matthias Liechti folgen. Dieser tritt per Ende Juni zurück und wird bis dann zehn Jahre in der Exekutive, davon die letzten sechs Jahre als deren Präsident gewirkt haben. Cartier (36) arbeitet für eine Bank, gehört der kommunalen Rechnungsprüfungskommission an und ist zweifache Mutter.

Zwei Dörfer suchen noch immer

In Wenslingen soll auf Anfang kommender Woche eine offizielle Bewerbung bekannt werden für die Nachwahl vom 13. Februar. Die Ersatzwahl von Ende November 2021 verlief ergebnislos, weil das absolute Mehr nicht erreicht wurde. Wenslingen sucht eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Christoph Bolliger, der nach bloss halbjähriger Gemeinderatstätigkeit im September letzten Jahres per sofort seinen Hut genommen hat.

Noch keine Kandidaturen sind aus Kilchberg und Lampenberg zu vermelden. In Kilchberg muss Pascale Bolliger Fläckel ersetzt werden, die vor knapp zwei Monaten aus gesundheitlichen Gründen ihre sofortige Demission als Gemeinderätin eingereicht hat. Sie trat ihr Amt erst im Juli 2021 an. In Lampenberg ist seit Anfang Jahr ein Sitz vakant, weil Rolf Aebi nach eineinhalbjähriger Gemeinderatstätigkeit zurückgetreten ist.