Gütertransport
Nach Kritik: Gateway Basel Nord plant Natur-Ersatzflächen beim neuen Containerterminal

Der Ausbau des Basler Rheinhafens wirft Wellen – auch beim Naturschutz. Nun sei ein Konzept beim Bundesamt für Verkehr eingereicht worden.

Monica Martin
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Gateway Basel Nord

«Weitreichende Naturschutzmassnahmen» seien geplant betreffend Naturschutz. Das meldet Gateway Basel Nord am Donnerstagmorgen. Ein entsprechendes Konzept sei beim Bundesamt für Verkehr (BAV) eingereicht worden.

«Der Gateway Basel Nord, der neue Containerterminal für die Bahn am neuen Hafenbecken 3, soll eine Umschlagsplattform für die ganze Schweiz werden», äusserte sich der Direktor der Basler Rheinhäfen Florian Röthlingshöfer gegenüber der bz in einem Interview im Mai letzten Jahres. Das Projekt, das zum Ziel hat den Cargotransport von der Strasse auf die Schienen zu verlagern, verlief eher holprig. Eine Hürde unter anderen war die Zerstörung von Naturschutzgebieten durch den geplanten Ausbau des Containerterminals. Dazu liegt nun ein Konzept vor.

Natur neben Cargo soll laut Gateway Basel Nord möglich sein.

Natur neben Cargo soll laut Gateway Basel Nord möglich sein.

Gateway Basel Nord

Gateway Basel Nord schreibt in ihrer Mitteilung, dass sie den «Eingriff in den bestehenden Naturraum wo immer möglich» minimieren und zudem «ausreichend zusätzliche Flächen» bereitstellen wollen. 45.8 Hektaren Ersatzland für die Flora und Fauna, die sich auf dem vorgesehenen Gelände angesiedelt hätten, seien definiert worden. Diese Fläche «sei insgesamt viermal grösser ist als das für das Projekt überbaute Gelände», hält Gateway Basel Nord fest.

Unter anderem sei eine 4000 m2 grosse, ca. 300 Meter lange Naturbrücke vorgesehen, um den «Wanderkorridor für die Tiere und Pflanzen zu stärken». Dort soll eine Trockenwiese angelegt werden. Bei der Hard Pratteln soll ein Waldlebensraum entstehen.