Coronavirus

Im Baselbiet gibt’s keine Prüfungen

Die Maturanden im Baselbiet müssen keine Prüfungen schreiben und auch auf Berufsmaturprüfungen wird verzichtet.

Hans-Martin Jermann
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Keystone

Der Bundesrat überlässt es den Kantonen, ob sie in der Coronakrise die schriftlichen Maturitätsprüfungen durchführen wollen oder nicht. Für die Maturanden im Baselbiet ist endlich klar: Sie werden keine Prüfungen schreiben müssen und erhalten die Zeugnisse aufgrund von Erfahrungsnoten. Auch auf Berufsmaturprüfungen wird verzichtet. Regierungsrätin Monica Gschwind begrüsse den bundesrätlichen Entscheid, teilt die Bildungsdirektion auf Anfrage mit. Der Bundesrat schaffe so die nötige Planungssicherheit.

Gestützt auf die Beschlüsse der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und deren Antrag an den Bundesrat hat die Baselbieter Regierung bereits vergangene Woche beschlossen, dass auf die Durchführung von Prüfungen verzichtet werden soll. Allerdings musste sie und andere Kantone für
die schriftlichen Prüfungen den Segen aus Bundesbern haben. Punkto mündliche Prüfungen hat die EDK am 20. April entschieden, dass die Kantone darauf verzichten könnten.

Der Kanton Baselland hat sich bereits früh für eine Absage der Abschlussprüfungen auf Mittelschulebene ausgesprochen; den entsprechenden Antrag brachte Regierungsrätin Monica Gschwind am 2. April in die EDK ein. Allerdings blieb ihr bis zum gestrigen Bundesratsentscheid nichts anderes übrig, als die ursprünglich ab dem 6. Mai anberaumten schriftlichen Prüfungen vorerst auf Eis zu legen. Dasselbe tat der Kanton Basel-Stadt. Über das «Wie weiter» an den Schulen orientieren beide Basel heute Donnerstag.