Super League
Nach Remis Nummer 17 der Saison: Der FCB hat nur einen Negativrekord im Gepäck

Der FC Basel holt gegen Servette ein 0:0 und das 17. Unentschieden der Saison. Dass diese bald endet, ist ein Segen.

Céline Feller
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Joelson Fernandes (rechts) und der FC Basel krampfen sich in Genf zu einem 0:0. Für mehr reicht es nicht.

Joelson Fernandes (rechts) und der FC Basel krampfen sich in Genf zu einem 0:0. Für mehr reicht es nicht.

Pascal Muller/Freshfocus / freshfocus

Sonderlich guter Boden ist der Rasen des Stade de Genève nicht für den FC Basel. Seitdem die Genfer 2019 wieder in die Super League aufgestiegen sind, konnte der FCB noch keinen einzigen Sieg bei den Servettiens realisieren. Drei Niederlagen und zwei Remis setzte es seither in Genf für die Basler ab. So ist es auch an diesem Donnerstagabend, an dem der FC Basel sein zweitletztes Spiel einer Saison absolviert, deren Ende wohl alle langsam herbeisehnen.

Der FCB kommt nicht über ein 0:0 hinaus, gegen einen Gegner, der auch schon besser war. Damit bleiben die Basler zum vierten Mal in Serie sieglos, der letzte Vollerfolg datiert von Ende April, als man 3:0 gegen Luzern gewinnen konnte.

Aber die Leistungen des FCB sehen noch schwächer aus, wenn man noch ein bisschen weiter zurück geht: Dieser Sieg gegen Luzern, er war der einzige in den letzten acht Partien. Und mit dem nächsten Unentschieden – dem 17. in dieser Saison (!) – stellt der FCB auch noch einen neuen Liga-Rekord auf. Bislang hielten diesen Thun und Lugano mit 16 Remis in einer Spielzeit.

Lindner rettet zwei Mal in Extremis

Dass es in Genf für den FCB nicht zu mehr reicht als einer Punkteteilung, zeichnet sich relativ schnell ab. In der ersten Halbzeit tut sich der FCB – der im Vergleich zum GC-Spiel vor einer Woche auf zwei Positionen verändert ist – sehr schwer. Zwar sind die Basler mehr im Ballbesitz, aber wirklich viel mit dem Spielgerät anzufangen weiss keiner.

So überrascht es auch nicht, dass die Gastgeber die beste Chance des ersten Durchgangs verzeichnen. In der 24. Minute spielt sich Servette vor den Strafraum des FCB. Eine Flanke von der linken Seite fliegt über alle hinweg, Raoul Petretta kann nicht verhindern, dass der Ball dann zur Mitte kommt. Dort kann Strahinja Pavlovic für den geschlagenen Heinz Lindner gerade noch kurz vor der Linie klären. Es ist der aufregendste Moment einer Halbzeit, die sonst Einschläferungspotenzial hat.

Zwar schlenzt der FCB auch einmal in Person von Sebastiano Esposito am Tor vorbei. Das ist es dann aber auch. Einen Schuss aufs Tor bringen die Basler nicht zu Stande. Dass es hier darum geht, Platz 2 zu sichern? Nicht zu spüren.

In Halbzeit zwei wird es zum Leide der Zuschauenden auch nicht besser. Der ins Team rotierte Joelson Fernandes bleibt beispielsweise ungesehen bis zur Auswechslung. Und auch von den anderen Offensivkräften geht keine Kreativität, keine Gefahr aus. Immerhin stehen die Basler lange defensiv gut, können in den wenigen brenzligen Situationen jeweils noch reagieren.

Der Kampf um Platz 2 dauert bis zum letzten Spieltag an

Und wenn einmal der Ball an allen Abwehrspielern vorbei rollt, dann ist Lindner da, wie in der 69. Minute gegen Timothé Cognat. Kurz vor Ende aber schleicht sich zur Unlust auch noch Unaufmerksamkeit ins Basler Spiel ein und der FCB hat Glück, dass Ronny Rodelin nicht genau genug abschliesst und das sichere 1:0 für die Genfer verschenkt. Und dass Lindner gegen ebendiesen Rodelin dann auch noch auf der Linie rettet. Als dann Schluss ist im Stade de Genève, ist es eine Erlösung.

Positive Dinge gibt es nur deren zwei, die von diesem Abend mitgenommen werden können. Erstens: Es verbleibt nur noch ein Spiel, dann ist die Saison durch. Und die Partie am Sonntag wird immerhin im Zeichen von Valentin Stockers Abschied stehen und deswegen für Emotionen sorgen, wenn es das Gezeigte auf dem Feld schon nicht tut.

Und zweitens: Der FC Basel kann trotz dem Erreichen des Negativrekordes Platz zwei halten. Zwar nur, weil YB nach gutem Start den Sieg in Luzern noch verspielt und nicht, weil man etwas dafür getan hätte. Aber immerhin. Denn das Erreichen von Platz 2 ist zum klaren Minimalziel erklärt worden, nachdem der FC Zürich schon so weit enteilt war, dass niemand mehr an einen Titel glaubte. Jetzt müssen die Basler tatsächlich bis zum letzten Spieltag darum kämpfen.