Innerschweizer U20 Poetry-Slam -Meisterschaftsfinale im Neubad

Am Samstag, 15. Februar, fand im Luzerner Neubad das Finale der U20 Poetry-Slam-Meisterschaft statt. Hier ein paar Impressionen von den Slampoeten.

Bilder: Nadia Schärli
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Den Anfang macht Julie Roth aus Basel. Sie präsentiert ein Gedicht anlässlich des Valentinstags. Auswendig spricht sie und wechselt dabei immer mal wieder von Hochdeutsch in ihren Basler-Dialekt. Ihr Text ist tiefgründig wie auch scherzhaft. So erntet ihr Satz «Rosen sind rot. Mini Haar äu» viel Gelächter vom Publikum.
Die Baslerin holt 24 Punkte und qualifiziert sich damit nicht für die Finalrunde.
Die Altdorferin Stella Sackmann erzählt in ihrem Slam über Tinder und dass nicht jeder ein Aktivist sei, nur weil er Fleischesser «disse». In Hochdeutsch appelliert sie zu gegenwärtigen Problemen wie braunem Gedankengut und dankt all jenen, sie sich erheben.
Obwohl der Text dem Publikum gefällt, qualifiziert auch sie sich nicht für eine weitere Runde. Sie erhält 23 Punkte.
Amani Christen spricht über Nationalismus, Humanismus, Anarchismus und viele weitere Begriffe. Sie sagt «ismus ist ein Muss».
Dem Publikum gefällts: 27 Punkte und somit der Einzug in die Finalrunde resultieren aus ihrem Auftritt.
Marlene Kulowatz leitet in ihren Auftritt mit den Worten «Der Text ist harmlos. Wenn er dramatisch wird, senke ich meine Stimme.» Die Dominostein-Theorie zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Programm.
Mit 24 Punkten und einem gewonnenen «Schere Stein Papier» gelingt ihr der Einzug ins Finale.
Schon im letzten Jahr gewann er die Innerschweizer Meisterschaft, jetzt möchte er es nochmals wissen: Benjamin Flur-Koch. Er erzählt ein «kurioses Märchen, weil es ein kurioses Märchen ist» und wählt als Thema Sparmassnahmen.
Sein Auftritt wird mit 27 Punkten quittiert. Dies bedeutet auch für ihn den Einzug in die Finalrunde.
Aus Brunnen angereist ist Andrea Berger. Sie habe ein «Scheiss 2019» gehabt, informiert sie zu Beginn ihrer Erzählung. Sie sei nur ein Mensch und nicht Harry Potter und sie wisse, dass meist nur lustige Texte gewännen. Sie werde daher nicht gewinnen, aber sie sei so oder so nur da, um dabei zu sein.
Andrea Berger sollte recht behalten: Die Jury vergibt 23 Punkte, somit ist sie ausgeschieden.