Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ist das Brügglifeld gross genug? Tätschmeister Remo Murer über die Schlussfeier des Eidgenössischen Turnfests

Die grosse Schlussfeier findet am Sonntag im Stadion Brügglifeld statt. Remo Murer ist für den Event verantwortlich.
Peter Weingartner
Remo Murer trat für den DTV Muhen in der Gymnastik an und ist für die offiziellen Events am Turnfest verantwortlich. (Bild: Colin Frei, Aarau)

Remo Murer trat für den DTV Muhen in der Gymnastik an und ist für die offiziellen Events am Turnfest verantwortlich. (Bild: Colin Frei, Aarau)

Wird der Erfolg zum Problem? Eigentlich sieht Remo Murer der Schlussfeier des Turnfests vom Sonntag «total entspannt» entgegen. Seine einzige Sorge: Ist das Brügglifeld gross genug? Zu erwarten ist Schönwetter, 8000 Zuschauer sind kein Problem. «Beim Anlass der Jugend haben wir mit 500 gerechnet; es kamen 5000», sagt er. Eine Hochrechnung gefällig? Nein, er will nicht, dass jemand nicht kommt. Vor Ort dabei zu sein ist allemal besser, obwohl das Fernsehen wieder live dabei sein wird. «Wir haben uns den Platz mit Polizei und Securitas angeschaut; es kommt gut.»

2400 Turnerinnen und Turner

Aarau und Remo Murer haben Massstäbe gesetzt. Die Eröffnungsfeier auf SRF Info hatte mehr Zuschauer als das erste Programm von SRF (siehe Box). An der morgigen Schlussfeier sind 2400 Personen beteiligt. Fünf Gruppen aus den Kantonen Thurgau, Zürich, Aargau, aus der Romandie und eine, die der Schweizerische Turnverband stellt, treten auf. Die Aargauer sagen mit einer Darbietung, die sie am Kantonalen Turnfest 2017 gezeigt haben, danke. Remo Murer hat mit den Frauen aus der Romandie ein Morgenerwachen am Genfersee erarbeitet: «Mit Blumen und Bändern.»

Kunstturner ein Strassenfeger

«Mit den Zuschauerzahlen unserer ETF-Übertragungen sind wir sehr
zufrieden», erklärt Lino Bugmann, Mediensprecher SRF Sport. «Insbesondere der Zuschauerschnitt von 183'000 Personen bei der Liveübertragung vom Einzelkunstturnen am letzten Samstagabend auf SRF zwei liegt über unseren Erwartungen.» Durchschnittlich 96'000 Personen aus der Deutschschweiz verfolgten die Eröffnungsfeier auf SRF info. Ab 11 Uhr überträgt SRF Zwei die Schlussfeier. (uhg)

Müheler Frauen malten

Ab 11 Uhr wird die 135-minütige Show auf SRF Info übertragen. Dabei werden auch die sportlichen Bestleistungen an Barren, Boden und Team-Aerobic nochmals gezeigt. «Wer das ist, kommt zum Teil erst heute Abend aus.»

Teil der Show sind 18 auf 18 Meter grosse Bilder auf Stoffbahnen: Das ETF-Logo, die Schweizer Fahne, das Logo des STV und das Aarauer Wappen. «Für einen 30-sekündigen Auftritt ein Aufwand von Wochen», sagt Remo Murer. Sein DTV Muhen hat über Auffahrt und Pfingsten gemalt. «Tragisch: Als das Aarauer Wappen fertig war, erfuhren wir, dass der FC Aarau den Aufstieg verpasst hat», sagt Murer, der kein Fussballfan ist.

Murer selber war am Donnerstag in der Kategorie Ü35 aktiv. «Das sind die Mütter meiner Turnerinnen, und wir haben unser Ziel, 24 Punkte, mit 24,6 Punkten übertroffen», sagt er und gibt ein Beispiel für das oft bemühte Bild von der Turnfamilie: «Kantischülerinnen haben freigemacht, um ihre Mütter zu unterstützen!» Am Freitag half Murer im Aktivverein des DTV Muhen mit, Aerobic. «Die brauchen den alten Papi noch», lacht er.

«Nun putze ich Fenster»

«Alle haben Angst um mich», sagt Remo Murer. Was, wenn das Fest vorbei, die Dauerhochspannung weg ist? «Am Montagabend werde ich zu Hause die Fenster putzen», sagt er. Zu viel blieb liegen. Und dann hole er das Velo aus dem Keller, mache eine Tour um den Flughafen herum. Und schwimmen gehen. «Endlich wieder mehr Zeit haben», darauf freut sich Remo Murer. Und die Gutscheine einlösen, die er zu seinem 40. Geburtstag im April erhalten hat. Unter anderem 10 Essensgutscheine, die ihm sein Schwager, Hobbykoch, geschenkt hat.

Und bald an die Gymnaestrada

Bereits in zwei Wochen geht es an die Welt-Gymnaestrada in Dornbirn. «Das wird weniger anstrengend, weniger Verantwortung, nicht mehr 24 Stunden im Tag unter Strom», sagt Murer. Er hat eine Choreografie für 120 Leute gemacht, dabei sind neben seinen Mühelerinnen auch eine Gruppe aus Zürich und Aargauer Seniorinnen, darunter seine Mutter. «Come together – Show your Colours» ist das Motto. Und im August beginnt auch in Muhen der normale Turnbetrieb wieder. Remo Murer wird den Schub des Turnfests, die ansteckende gute Stimmung, auszunutzen wissen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.