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Spitzenleichtathletik Luzern: Wilson entfacht grosse Diskussionen

Das Luzerner Leichtathletik-Meeting begeisterte mehr als 7500 Zuschauer – auch wenn es eine Sprintenttäuschung gab.
Turi Bucher
Mujinga Kambundji jubelt über ihren 3. Platz beim 200m Rennen. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)Mujinga Kambundji jubelt über ihren 3. Platz beim 200m Rennen. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)
Mujinga Kambundji beim 200m Lauf der Frauen. (KEYSTONE/Alexandra Wey)Mujinga Kambundji beim 200m Lauf der Frauen. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Alex Wilson (rechts) konnte auch beim 200-Meter-Finale nicht überzeugen. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)Alex Wilson (rechts) konnte auch beim 200-Meter-Finale nicht überzeugen. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)
Enttäuschung bei Alex Wilson nach dem 200m Lauf. (Claudio Thoma/freshfocus)Enttäuschung bei Alex Wilson nach dem 200m Lauf. (Claudio Thoma/freshfocus)
Julien Wanders (Zweiter von rechts) läuft beim 3000m Rennen auf Rang 3. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)Julien Wanders (Zweiter von rechts) läuft beim 3000m Rennen auf Rang 3. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)
3000m Rennen der Männer. (Claudio Thoma/freshfocus)3000m Rennen der Männer. (Claudio Thoma/freshfocus)
Speerwerfer Thomas Röhler (GER) in Aktion. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)Speerwerfer Thomas Röhler (GER) in Aktion. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)
Speerwerfer Andras Hofmann (GER) in Aktion. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)Speerwerfer Andras Hofmann (GER) in Aktion. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)
Ein Kopf an Kopf-Rennen bei den Hürdenläufern. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)Ein Kopf an Kopf-Rennen bei den Hürdenläufern. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)
Die Leichtathletik-Elite war heute auf der Luzerner Allmend zu Gast. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)Die Leichtathletik-Elite war heute auf der Luzerner Allmend zu Gast. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)
Wie weit dieser Speer wohl geflogen ist? (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)Wie weit dieser Speer wohl geflogen ist? (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)
Da hat Alex Wilson (hinten) den Start verpatzt. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)Da hat Alex Wilson (hinten) den Start verpatzt. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)
Alex Wilson schaut nach seinem Fehlstart ungläubig. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)Alex Wilson schaut nach seinem Fehlstart ungläubig. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)
Auch Mujinga Kambundji war heute in Luzern. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)Auch Mujinga Kambundji war heute in Luzern. (Bild: Pius Amrein. Luzern, 9. Juli 2019)
Tina Sujet beim Stabhochsprung. (KEYSTONE/Alexandra Wey)Tina Sujet beim Stabhochsprung. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Kelsey-Lee Barber beim Speerwerfen. (KEYSTONE/Alexandra Wey)Kelsey-Lee Barber beim Speerwerfen. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Lazar Anic beim Weitsprung. (KEYSTONE/Alexandra Wey)Lazar Anic beim Weitsprung. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Gina Lueckenkemper, 100m Frauen, jubelt. (Marc Schumacher/freshfocus)Gina Lueckenkemper, 100m Frauen, jubelt. (Marc Schumacher/freshfocus)
Fotofinish beim 100m Frauen Final. (Claudio Thoma/freshfocus)Fotofinish beim 100m Frauen Final. (Claudio Thoma/freshfocus)
0Kariem Hussein beim 400m Hürden-Rennen der Männer. (Claudio Thoma/freshfocus)0Kariem Hussein beim 400m Hürden-Rennen der Männer. (Claudio Thoma/freshfocus)
Janeek Brown, Oayton Chadwick und Tobi Amusan (von links) beim 100m Hürden-Rennen der Frauen. (KEYSTONE/Urs Flueeler)Janeek Brown, Oayton Chadwick und Tobi Amusan (von links) beim 100m Hürden-Rennen der Frauen. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Die Schweizerin Noemi Zbaeren im Einsatz. (KEYSTONE/Urs Flueeler)Die Schweizerin Noemi Zbaeren im Einsatz. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Kariem Hussein ist bereit für sein 400-Meter-Hürdenrenne. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Luzern, 9. Juli 2019)Kariem Hussein ist bereit für sein 400-Meter-Hürdenrenne. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Luzern, 9. Juli 2019)
Kariem Hussein in Aktion. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Luzern, 9. Juli 2019)Kariem Hussein in Aktion. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Luzern, 9. Juli 2019)
Ein Fotofinish zwischen Natalliah Whyte, Gina Lueckenkemper und Tynia Gaither beim 100-Meter-Final der Frauen. (Bild: Claudio Thoma/freshfocus, Luzern, 9. Juli 2019)Ein Fotofinish zwischen Natalliah Whyte, Gina Lueckenkemper und Tynia Gaither beim 100-Meter-Final der Frauen. (Bild: Claudio Thoma/freshfocus, Luzern, 9. Juli 2019)
Die Schweizerin Selina Büchel im Duell mit Liga Velvere aus Lettland. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Luzern, 9. Juli 2019)Die Schweizerin Selina Büchel im Duell mit Liga Velvere aus Lettland. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Luzern, 9. Juli 2019)
Alles gegeben und völlig ausgepumpt: Selina Büchel. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Luzern, 9. Juli 2019)Alles gegeben und völlig ausgepumpt: Selina Büchel. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Luzern, 9. Juli 2019)
Enttäuschung bei Selina Büchel. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Luzern, 9. Juli 2019)Enttäuschung bei Selina Büchel. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Luzern, 9. Juli 2019)
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Weiter, höher, schneller: Impressionen der Spitzenleichtathletik Luzern

Die Organisatoren des Luzerner Meetings hatten sich für diesen Dienstagabend im Juli etwas ganz Besonderes ausgedacht. Eine Attraktion fürs Publikum, eine anstrengende Herausforderung für die 100-m-Sprinterinnen- und Sprinter. Weil diese Rennen halt jeweils schon nach rund 10 Sekunden Vergangenheit sind, mussten sich die engagierten Athletinnen und Athleten diesmal zuerst via Vorlauf für den Final qualifizieren.

So kamen die Fans in den Genuss von insgesamt vier international stark besetzten 100-m-Läufen. Nur: Als der Schweizer Leichtathletikliebling Mujina Kambundji um 19 Uhr ziemlich enttäuschend vorzeitig ausschied, befand sich ein Grossteil der Meeting-Besucher eben erst auf dem Weg zu ihren Tribünenplätzen. So lief Kambundji mit einer enttäuschenden Zeit von 11,53 Sekunden und ohne die gewohnte Luzerner Publikumsunterstützung nur auf den sechsten Rang ihres Vorlaufs. Ja, Kambundjis 100-m-Auftritt wurde irgendwie verschenkt, im Stadion gar nicht richtig wahrgenommen.

Wilson bricht 100-m-Lauf nach drei Metern ab

Alex Wilson (Zweiter von rechts) beim verpatzten Start. (Bild: Pius Amrein)

Alex Wilson (Zweiter von rechts) beim verpatzten Start. (Bild: Pius Amrein)

Doch dann, als endlich alle Platz genommen hatten, kam er, der erste Auftritt von Alex Wilson, dem Mann der Stunde des Schweizer Sprintsports. Und mit ihm wurde der Luzerner 100-m-Flop komplett. Der Jamaika-Basler brach seinen Lauf nach drei Metern ab. Wilson sorgte für grosse Diskussionen im Stadion, die Fans befürchteten eine Verletzung. Wilson selber diskutierte unterdessen heftig mit dem Funktionär, der die Fehlstarts kontrolliert. Wilson behauptete:

«Ich war der Meinung, der Läufer neben mir habe einen Fehlstart produziert. Deshalb habe ich meinen Lauf abgebrochen. Aber das Rennen wurde nicht gestoppt.»

Thomas Bär, der Mann an der Fehlstartmessung, entgegnete: «Ich mache diese Fehlstartkontrolle in Luzern nicht zum ersten Mal. Mein Gerät ist zuverlässig, lässt mich nicht im Stich. Und es hat keinen Fehlstart angezeigt.» Leider, war man fast geneigt zu sagen: Der 100-m-Vorlaufevent von Luzern: leider ein kleiner Partykiller.

Zum Glück waren Wilson und Kambundji auch noch im 200-m-Rennen am Start. Nochmals je eine Gelegenheit, Luzern ein Highlight zu bescheren. Immerhin: Mujinga Kambundji sorgte für einen tröstlichen Schweizer Sprintausklang.

Über 200 m läuft Wilson mit 20,98 in den letzten Rang

Mujinga Kambundji (Zweite von rechts) bei ihrem 200m Lauf. (Bild: Pius Amrein)

Mujinga Kambundji (Zweite von rechts) bei ihrem 200m Lauf. (Bild: Pius Amrein)

Kambundji überzeugte mit einem guten Lauf, erreichte den starken dritten Rang und erfüllte mit 22,90 Sekunden die Limite für die Weltmeisterschaft in Katar. Der tosende Applaus, den sie aus dem Stadionrund empfangen durfte, bestätigte einmal mehr: Das Luzerner Publikum liebt die Berner Sprinterin. Dann: Das 200-m-Rennen mit Alex Wilson. Doch dieser kam nicht auf Touren, musste im Finish abreissen lassen und wurde mit einer Zeit von 20,98 Letzter. «Wenigstens bin ich unter 22 Sekunden geblieben», sagte Wilson hinterher. Er habe seine Rippenverletzung wieder gespürt und am Schluss des Laufs kaum noch atmen können, erklärte er. «Ohne Atem hat mir einfach die Kraft gefehlt.» Sein Trainer habe ihm sogar empfohlen, auf die Teilnahme in Luzern zu verzichten, «aber ich wollte starten, ich wollte das Publikum nicht enttäuschen.» Ob es nicht unvernünftig gewesen sei, angeschlagen zu starten, wurde er schliesslich noch gefragt. Die Antwort war richtig Wilson-like: «Vielleicht. Aber man lebt ja nur einmal!»

Trotz gestriger 100-m-Entscheidung ohne Schweizer Stars, auch wenn Alex Wilson sich nicht in Topform präsentieren konnte: «Luzern ist ein gutes Pflaster», wie die deutsche 100-m-Siegerin Gina Lückenkemper sagte, wie auch der Zuschauerrekord von über 7500 Besuchern demonstrierte. Spitzen Leichtathletik Luzern ist und bleibt ein schmuckes, überschaubares, sympathisches Meeting-Märchen. Wer nach dem fulminanten Feuerwerk kurz nach 22 Uhr ein paarmal mit den Augen blinzelte, konnte Weltstars wie eben Gina Lückenkemper oder Thomas Röhler (1. Rang im Speerwerfen mit dem letzten Wurf auf 86,51 m) beobachten, wie sie zum Anfassen nah mitten im Publikum standen und Autogramm- oder Selfiewünsche erfüllten. Und konnte auch beobachten, wie wohl sich die Stars in Luzern fühlen.

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