Honau LU
Beziehungsdelikt in Honau: Frau nach Schiesserei schwer verletzt

In Honau im Kanton Luzern kam es heute Morgen kurz nach zehn Uhr zu einer Schiesserei. Eine Frau wurde von ihrem Ehemann angeschossen. Dieser flüchtete daraufhin, konnte aber innert kurzer Zeit festgenommen werden.

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Die Frau wollte in diesem Mercedes wegfahren, und wurde dann durch das Auto hindurch angeschossen IBilder: Newspictures)
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Der Täter ist der getrennt von ihr lebende Ehemann
Kurz vor Mittag konnte die Polizei den Täter im Kanton Schwyz verhaften
Beziehungsdelikt in Honau: Ehemann schiesst Frau an

Die Frau wollte in diesem Mercedes wegfahren, und wurde dann durch das Auto hindurch angeschossen IBilder: Newspictures)

In Honau im Kanton Luzern, einer Grenzgemeinde zum Kanton Aargau im Freiamt, kam es heute Morgen in einem gehobeneren Quartier kurz nach zehn Uhr zu einer Schiesserei. „Wir erhielten eine Meldung, dass eine Frau angeschossen wurde", bestätigte Urs Wigger, Sprecher der Kantonspolizei Luzern, wenig später auf Anfrage der az.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei Luzern soll es sich um ein Beziehungsdelikt handeln.

Tat auf dem Vorplatz des Hauses

Recherchen von Tele M1 und az zeigen, dass eine 40-jährige Frau am Morgen ihre Wohnung verliess und mit einem schwarzen Mercedes davonfahren wollte.

Dann kam es auf dem Vorplatz zur Tat: Der von der Frau getrennt lebende 68-jährige Ehemann schoss vor der Liegenschaft stehend in den Bauch der Frau.

Sie war nach der Tat ansprechbar, wies aber schwere Schussverletzungen in der Bauchgegend auf und musste ins Kantonsspital Luzern gefahren werden, wie die Kantonspolizei bestätigt.

Täter vor Mittag verhaftet

Noch ist das Tatmotiv unklar. Es dürfte aber Eifersucht im Vordergrund stehen. Denn die Frau lebt mit ihrem neuen Partner in Honau.

Der Ehemann ergriff nach der Schiesserei die Flucht. Kurz vor Mittag konnte der Mann von der Kantonspolizei Schwyz in Goldau festgenommen werden.

Auch die Kantonspolizei Aargau war aufgrund der zahlreichen Fluchtmöglichkeiten in andere Kantone zu Beginn mit mehreren Patrouillen im Freiamt an der Fahndung beteiligt, wie Max Suter von der Kapo Aargau auf Anfrage bestätigt. (sha)