Grenchen: Einbrecher wüten im Stadion Brühl

Im Grenchner Fussballstadion richteten Einbrecher einen Sachschaden von 20 000 Franken an. Die magere Beute der Diebe: Ein Gutschein für einen Restaurantbesuch.

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Grenchner Tagblatt

Patrick Furrer

Der Einbruch ins Stadion Brühl weckt böse Erinnerungen. Betrachtet man den mit grobem Schneidgerät aufgebrochenen Tresor im Trainerraum, schiessen einem ungewollt die Bilder durch den Kopf, als im Frühling letzten Jahres im Hôtel-De-Ville Verbrecher über 30 000 Franken mitlaufen liessen.

Hanspeter Zumstein von der städtischen Hochbauabteilung, welche für das Stadion zuständig ist, war diesen Donnerstag der erste, der den Einbruch entdeckt hat. Vorort zeigt er die malträtierte Tresortüre. «Die Täter konnten aber nichts stehlen, weil nichts drin war. Lediglich ein Gutschein für ein Restaurant. Sonst ist nichts weggekommen.»

Rücksichtslos und zerstörerisch

20 000 Franken Sachschaden sind durch den Einbruch, den die Polizei zwischen Mittwochabend 21 Uhr und Donnerstag 13 Uhr situiert, entstanden. So eine rücksichtlose Zerstörung habe er noch nie gesehen, erklärt Zumstein. «Die Eingangstüre zu den Garderoben war richtiggehend gespalten.» Durch diese Türe sind die Täter gemäss Polizeimitteilung eingedrungen. Drinnen wurden mit Wuchtgerät weitere vier Türen aufgebrochen.

Fussspuren weisen auf Einzeltäter hin

Zur Täterschaft sagt Kantonspolizeisprecher Andreas Mock: «Wir konnten verschiedene Spuren sichern. Konkrete Hinweise fehlen jedoch noch.» Hanspeter Zumstein glaubt, dass es sich um einen Einzeltäter handelt, das hätten die Fussspuren gezeigt.

Gestern Nachmittag waren die Scherben beseitigt, das Fenster repariert, ein Teil der Türen wieder instand gestellt. Einige Leute waren im Stadion; Arbeiter, Zumstein und der Abwart Peter Brügger, welcher vermutet, dass die Einbrecher schon einige Zeit vor 13 Uhr da waren. Im Vergleich zum hohen Sachschaden ist die Deliktsumme also gleich Null. Bis auf den Essensgutschein, den die Täter aber kaum einlösen werden.