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Auf der Suche nach der perfekten Liebe

Auswertungen zeigen, dass Menschen, die die Perfektion in der Liebe suchen, langfristig alleine bleiben. Beim Gespräch mit zwei Singles erklärt die Psychologin die Hintergründe.
Erstellt im Auftrag von parship.ch
Wer ist schon perfekt? Viel wichtiger ist es, beim Daten sich selber treu zu bleiben, anstatt einem unrealistischen Idealbild entsprechen zu wollen. (Bild: PD)

Wer ist schon perfekt? Viel wichtiger ist es, beim Daten sich selber treu zu bleiben, anstatt einem unrealistischen Idealbild entsprechen zu wollen. (Bild: PD)

Kennen Sie die italienische Tradition der Tavolata, die seit einiger Zeit auch in der Schweiz gross in Mode ist? Das ist ein langer Tisch in einem Lokal, an dem man in der Regel mit ganz unterschiedlichen unbekannter Menschen sitzt und das Essen in einer sozialen Atmosphäre geniessen kann. An einem solchen Tisch wartete ich vor kurzem noch auf meine Verabredung, als eine Frau und ein Mann hereinkamen und neben mir platziert wurden. Beide etwas über 30, attraktiv, witzig, sympathisch und gut gebildet. Was für ein Match, dachte ich noch. Da klärten sie mich bereits auf. Sie seien kein Paar, sondern nur Freunde. Oder eher Schicksalsverwandte, sagte sie mit leicht gequältem Gesichtsausdruck. Ja genau, fügte er Augen verdrehend hinzu. Sie seien beide Single – und zwar schon ewig.

Psychologin Barbara Beckenbauer ist als Expertin für Singles und Partnerschaften für die Online-Partnervermittlung Parship tätig. (Bild: PD)

Psychologin Barbara Beckenbauer ist als Expertin für Singles und Partnerschaften für die Online-Partnervermittlung Parship tätig. (Bild: PD)

Es entspann sich ein Gespräch über «Richtiges» oder «Falsches» in der Liebe. Für mich ist klar: Selbst in Zeiten des Internet-Datings bleibt die Liebe immer auch Glückssache. Doch machen viele Menschen - vor allem Frauen - oft den Fehler, dass sie an sich «herumschrauben». Denn, so die Überlegung, wenn es nicht klappt muss ich alles daransetzen, noch besser auszusehen, noch witziger rüberzukommen und noch sympathischer zu erscheinen. Meistens mit dem Effekt, dass man bei dieser Strategie sehr verkrampft wirkt und wenig Charme versprüht.

Meine beiden Tischnachbarn versicherten, das sei nicht ihr Problem. Vielmehr hätten sie halt gewisse Ansprüche. Schliesslich wollten sie in ihrem Alter eine «echte» Beziehung führen, da müsse einfach alles stimmen. Wer so denkt, entgegnete ich, bleibt überdurchschnittlich oft allein. Ganz nach dem Motto «nobody is perfect» gibt es den perfekten Menschen und damit auch den perfekten Partner nicht. Wenn die beiden also nicht bereit seien, in der Liebe Kompromisse einzugehen und eigene Idealvorstellungen hintenanzustellen, würden sie es weiterhin schwer haben, so meine Prognose

Ihr ratloser Gesichtsausdruck sprach Bände. So tranken sie erst mal einen grossen Schluck Wein. Der richtige Moment also um nachzufragen, warum sie nur Freunde geblieben seien. Na, einfach weil es zwischen ihnen nie gefunkt habe, sagten sie unisono. Aber die Chemie zwischen ihnen stimme, meinte ich. Absolut, bestätigten sie. Ich wartete bis zum Dessert, bevor ich mich wieder äusserte. Ich sagte, nur weil man auf den ersten Blick keine weichen Knie oder das gewisse Kribbeln im Bauch verspürt, müsse es nicht heissen, dass es nicht wahre Liebe sein kann. Manchmal müsse man zunächst bereit sein sich auf jemanden einzulassen, um den Gefühlen überhaupt eine Chance zu geben, sich zu zeigen. Du meine Güte, riefen sie wieder aus. Was aus ihnen geworden ist oder noch wird, weiss ich natürlich nicht. Aber die Perfektion in der Liebe suchen sie hoffentlich nicht mehr.

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