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Beispiel des modernen Kirchenbaus

Die 1967 erbaute Christkönigskirche erfuhr in den letzten elf Monaten eine umfassende Sanierung. Das innere und äussere Erscheinungsbild wurde dabei weitgehend erhalten.
Die neue Akustikdecke wirkt leicht und die Wände scheinen weiter nach oben zu wachsen. (PD)

Die neue Akustikdecke wirkt leicht und die Wände scheinen weiter nach oben zu wachsen. (PD)

Im 16. Jahrhundert wurde in Buechen die Kapelle der Schmerzhaften Mutter Gottes erbaut. Die Kapelle hatte für die Glaubensgemeinschaft eine grosse Bedeutung und durch den zunehmenden Pilgerstrom musste diese im 18. Jahrhundert vergrössert werden. In den Dreissigerjahren trennten sich die Kirchgemeinden Thal und Buechen Staad, die bis zu diesem Zeitpunkt eine gemeinsame Kirchgemeinde gebildet hatten. Bis in die Sechzigerjahre diente die Kapelle als Pfarrkirche. Sie war jedoch so stark baufällig, dass aufwendige Renovationen bevorstanden. Die Kirchgemeinde Buechen Staad beschloss, auf die Renovation zu verzichten, und stimmte stattdessen für ein neues, modernes Gotteshaus, welches am Wartbüchel errichtet werden sollte. Die Kirche sollte vom Architekturbüro Bächtold und Baumgartner geplant werden, welches den Zuschlag im Rahmen eines Wettbewerbs erhielt.

Die Christkönigskirche, 1967 erbaut, ist ein eindrucksvolles Beispiel des modernen Kirchenbaus in der Schweiz. Wie ein Monolith thront der Baukörper auf der Anhöhe in Buechen Staad und erinnert an eine Skulptur. Die markante Kirche ist bis heute wegen der zurückhaltenden Sanierungen in den letzten Jahrzehnten in ihrem Erscheinungsbild erhalten geblieben. Dieses Bestreben galt auch für die jüngste Sanierung.

Neue Elemente ordnen sich der Gesamtform unter

Mit der Revitalisierung 2017/2018 durch RLC wurden an der Gebäudehülle und im Innenbereich der Kirche umfassende Sanierungsarbeiten durchgeführt. Zusätzlich zu den bautechnisch notwendigen Eingriffen sind auch marginale Anpassungen des Raumprogrammes vorgenommen worden. Im Aussenbereich wurde die Fassade gereinigt und neu gestrichen. Sämt­liche Fenster wurden gegen neue ausgetauscht. Die Gläser der Fenster sind auf der Innenseite mit einem Strukturglas umgesetzt, damit der Originalausdruck der Kirche erhalten bleibt. Über dem Chorraum wurde die Lichtkuppel ersetzt. Das Glockengeläute, Zifferblatt und Turmkreuz wurden ebenfalls saniert. Sämtliche Belagsabschlüsse und Treppen im Aussenbereich wurden instand gesetzt.

Die Kirche bleibt in ihrem Erscheinungsbild aussen und innen erhalten. Der Gesamteindruck der Kirche mit den organisch geformten Wänden ist sig­nifikant für das Bauwerk. Alle neu ein­gesetzten Elemente ordnen sich der Gesamtform unter. Der neue Beichtraum fügt sich wie selbstverständlich in die vorhandene Komposition ein. Das liturgische Konzept wurde präzisiert, um ­einen guten Ablauf im Alltag zu gewährleisten. Der Taufstein wurde in eine ­Nische zurückverschoben, um den Taufbereich in einen Raum zu fassen und der Tauffeier die gewünschte Intimität zu geben.

Die Decke im Kirchenraum wurde gegen eine neue Akustikdecke in gleicher Farbe ersetzt. Der Boden, die Wände und die bestehende Möblierung wurden aufgefrischt. Neu eingefügte Elemente sind dem bestehenden Farb- und Materialkonzept nachempfunden. Die künstliche Beleuchtung des Innenraumes übernehmen zylindrisch geformte Beleuchtungskörper über den Bänken. Die Randbereiche der Decke werden indirekt beleuchtet, um das Licht- und Schattenspiel der runden Formen in Szene zu setzen und den skulpturalen Charakter des Innenraumes zu verstärken. Die Decke wirkt leicht, die Wände scheinen weiter nach oben zu wachsen, als ob die Decke die Wände nicht begrenzen würde.

Rollstuhlgängiger Eingang

Das Pfarramt, der Pfarrsaal und das Sekretariat sind auf Grund der einfacheren Orientierung neu über einen gemeinsamen Eingang zu erreichen. Wie auch in der Kirche wurden in den Räumen der Unterkirche sämtliche Oberflächen aufgefrischt und akustisch verbessert. Das Farb- und Materialkonzept orientiert sich an dem der Kirche. Der Boden ist als grossformatiger Plattenbelag in ähnlicher Farbgebung wie der Terrazzobelag in der Kirche ausgeführt. Die Decke und die Wände sind etwas zurückhaltender gestaltet als im Kirchenraum. Sie sind in einem neutralen Weiss ausgeführt.

Der Zugang zum Pfarrsaal ist nun rollstuhlgängig. Die Eingangsfronten sind in Holz gehalten. Der Saal wurde um einen Nebenraum erweitert, der als Stuhllager dient. Die bestehende Bühne ist in Holz umgesetzt, und runde Beleuchtungskörper ohne Rasteranordnung unterstützen die organische Form des Raumes.

Abschliessend wurden auch alle Elektroinstallationen erneuert und dem heutigen Standard angepasst. Eine neue Steuerungsanlage für Heizung, Lüftung und Beleuchtung wurde realisiert und die Heizung im Pfarramt und im Sekretariat wurde verbessert. Die Lüftungsanlage erfuhr eine Revision und eine brandschutztechnische Nachrüstung.

Mit der abgeschlossenen Sanierung ist RLC überzeugt, dass die Kirche als Zeitzeuge für die nächsten Generationen erhalten bleibt. Damit ein solches Projekt gelingt, bedarf es vieler Beteiligter. Ein Dank geht an die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger für das entgegengebrachte Vertrauen, den Kirchenverwaltungsrat und die Baukommission für die angenehme Zusammenarbeit und an alle Planer und Handwerker für ihr Engagement und ihre erbrachten Leistungen. (pd)

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