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Auf dem Pilatus lockt die Wildnis

Wer mit offenem Blick und leisen Schritten auf dem Pilatus herum marschiert, merkt schnell: Der Berg bietet nebst Panoramablicken und Wandermöglichkeiten auch Begegnungen mit Wildtieren.
Pilatus-Bahnen AG

Dieser Artikel wurde von der Verlagsredaktion der «Luzerner Zeitung» im Auftrag der Pilatus-Bahnen AG erstellt. Diese trägt die redaktionelle Verantwortung für diesen Inhalt. Hier geht es zu den Richtlinien für Sponsored Content der «Luzerner Zeitung».

Fast wie bestellt: Die erste Steinbockgeiss empfängt uns direkt bei der Panoramagalerie. (Bild: Andrea Hofstetter)
Buchautor und Wildbeobachter Ruedi Käch hält in der Abenddämmerung Ausschau nach weiteren Steinböcken. (Bild: aho)
«Ruedi, mer gönnt obsi!» Auf der Suche nach den Steinböcken kommt man manchmal auch etwas aus der Puste. Doch der sagenhafte Blick entschädigt die körperlichen Mühen. (Bild: aho)
Wildbeobachter Ruedi Käch (links) und Wildhüter Hans Spichtig begleiten die Truppe und kennen die Steinböcke und ihre Lebensweise. (Bild: aho)
Mario und Patricia aus Oberwil (Baselland) wurden über das Internet auf die Steinbock-Safari aufmerksam und haben sofort gebucht. (Bild: aho)
Die Frühaufsteher werden mit optimalen Lichtverhältnissen belohnt. (Bild: aho)
Wieder Glück an der Panoramagalerie: Eine Geiss mit ihrem erst wenige Wochen alten Kitz. (Bild: aho)
7 Bilder

Steinbock-Safari-Bildgalerie

(aho) Noch bevor die Safari offiziell um 17.30 Uhr losgeht, wartet schon die erste Steinbockgeiss darauf, von uns entdeckt zu werden. Direkt bei der Panoramagalerie macht sie es sich auf einem Steinvorsprung gemütlich und verfolgt neugierig die schnell gezückten Handys und Kameras. Die beiden Wildhüter Ruedi Käch und Hans Spichtig machen uns auf den Überraschungsgast aufmerksam und stellen sich uns ungezwungen mit Vornamen vor: «Ab 2000 Höhenmetern ist man einfach per Du!»

Im 19. Jahrhundert waren Steinböcke in der Schweiz ausgerottet. Auf dem Pilatus setzten Wildhüter im Juni 1961 drei Steinböcke und drei Steingeissen aus Pontresina auf der Mattalp aus. (Bild: aho)

Im 19. Jahrhundert waren Steinböcke in der Schweiz ausgerottet. Auf dem Pilatus setzten Wildhüter im Juni 1961 drei Steinböcke und drei Steingeissen aus Pontresina auf der Mattalp aus. (Bild: aho)

105 Steinböcke (ohne Jungtiere) bewohnen derzeit den Pilatus. «Die Gruppe lebt hier oben zwar isoliert, hat sich aber in den vergangenen Jahrzehnten rasch vermehrt», erklärt Wildhüter Hans Spichtig. «Es erstaunt mich jedes Mal, mit welcher Leichtigkeit die Tiere steile Hänge hochsteigen», ergänzt Wildbeobachter Ruedi Käch. Das Geheimnis ihrer Trittsicherheit liegt in den Hufen. Diese bestehen aus einem harten Rand, den «Schalen», und einem weichen Kern, den «Ballen». Mit den Schalen finden sie Halt, und die Ballen wirken wie Saugnäpfe.

Im Blitzlichtgewitter: Manche Tiere lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen – und schon gar nicht beim Zmorge! (Bild: aho)

Im Blitzlichtgewitter: Manche Tiere lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen – und schon gar nicht beim Zmorge! (Bild: aho)

Nach einem feinen Apéro mit köstlichem Chretzenalper Chäs schnappen wir uns Kamera und Fernglas und marschieren von der Drachengalerie auf das Oberhaupt. Ruedi Käch und Hans Spichtig behalten die letzten Schneeflächen und schattigen Plätze im Auge. «Steinböcke mögen es kühl», weiss Wildhüter Spichtig. Noch lassen die scheuen Tiere auf sich warten, was jedoch angesichts der fast schon kitschig rosaroten Abenddämmerung und der wolkenlosen Aussicht über den Vierwaldstättersee keinen der Safari-Teilnehmer unruhig werden lässt. Die Geduld zahlt sich aus: Am Hängefeld erspähen wir zwei Geissen und zwei erst wenige Wochen alte Jungtiere.

Jagd möglich, aber streng reguliert

Beim gemeinsamen Nachtessen teilt die Gruppe ihre ersten Eindrücke. Gebratene Crevetten-Spiessli mit Bulgur, Tomatenschaumsuppe und Schweinemedaillons im Serviettenknödel-Mantel begleiten die Gespräche. «Hier oben ist die Welt noch in Ordnung», kommentiert Teilnehmerin Hanna aus Hergiswil. Sie hat die Steinbock-Safari von ihrem Sohn zum 70. Geburtstag geschenkt bekommen. Patricia und Mario sind sogar extra aus Basel angereist. «Wir haben das Angebot im Internet gesehen und sofort gebucht.»

Am nächsten Morgen treffen sich alle um 6.30 Uhr zu einer ersten kleinen Stärkung an der Steinbock-Bar. Anschliessend macht sich die Gruppe auf zum Tomlishorn, das mit 2132 Höhenmetern der höchste Gipfel des Pilatusmassivs ist. Um diese Zeit gehört der Luzerner Hausberg den Safari-Teilnehmern ganz allein. Die Kombination aus Ruhe, ersten Sonnenstrahlen und Bergpanorama hat schon fast etwas Meditatives. Unsere besonnene Haltung spürt wohl auch die Tierwelt, denn es dauert nicht lange, bis wir den ersten Steinbock erblicken. Unbeeindruckt schleckt er an mineralhaltigen Steinen und ist so ein dankbares Fotomotiv. «Die Steinböcke hier sind Menschen gewohnt. Mit Bedacht kann man manchen sehr nahe kommen», so Spichtig. Man könne zwar auch am Pilatus jagen, aber nur in Begleitung eines Wildhüters, der auch bestimmt, welches Tier geschossen wird. Spichtig: «Wir stellen sicher, dass das Gleichgewicht zwischen alten und jungen Tieren erhalten bleibt.»

Seltener Anblick. Auf dem Weg zum Tomlishorn macht es sich eine Gruppe von Steingeissen mit ihrem Nachwuchs bequem. (Bild: aho)

Seltener Anblick. Auf dem Weg zum Tomlishorn macht es sich eine Gruppe von Steingeissen mit ihrem Nachwuchs bequem. (Bild: aho)

Auf einem Felsvorsprung erspähen wir fünf Muttertiere mit ihrem Nachwuchs. Auch sie geniessen die warmen Sonnenstrahlen und lassen sich in Ruhe beobachten und fotografieren. «Das Kitz ist in den ersten Lebensmonaten mit der Mutter unterwegs und wird oft bis zum Winter noch gesäugt», erläutert Spichtig. Auf dem Weg zum Frühstücksbuffet sehen wir die erste Bahn von Alpnachstad hochfahren, und wir ahnen: Jetzt ist es mit der Ruhe bald vorbei.

Die Begleiter Ruedi Käch und Hans Spichtig sind mit der Bilanz der ersten Steinbock-Safari in diesem Jahr sehr zufrieden: 25 Steinböcke und 15 Gämse haben wir gesehen. Ein beachtliches Ergebnis, meint Käch, der sich seit fast 50 Jahren mit den Tieren auseinandersetzt: «Allein hatte ich bisher noch nie so viel Glück.»

Steinbock-Safari auf dem Pilatus

Bis Oktober gibt es auf dem Pilatus die Möglichkeit, Steinböcke in freier Wildbahn mit geschulten Wildhütern zu erkunden. Im Angebot inbegriffen sind ein 4-Gang-Abendmenü, Berg- und Talfahrt ab/von Kriens oder Alpnachstad sowie eine Übernachtung im Hotel Pilatus-Kulm Superior oder im Hotel Bellevue inkl. Frühstücksbuffet. Preise: ab 259 Franken pro Person im Doppelzimmer.

Weitere Infos und Reservierung

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