Diese Suppe löffeln Prominente gerne aus

SUPPENTAG ⋅ Bekannte Persönlichkeiten schöpften gestern auf dem Luzerner Kapellplatz Gemüsesuppe – und sammelten damit für die Schweizer Tafel Spenden in der Höhe von mehreren tausend Franken.

25. November 2016, 00:00

Kalt zieht der Wind am Mittag über den Kapellplatz in der Luzerner Altstadt. Heiss brodelt die Gemüsesuppe im Zelt der Schweizer Tafel. Die Organisation verteilt überschüssige, einwandfreie Lebensmittel an Bedürftige und führt einmal im Jahr den Suppentag durch. An diesem schöpfen Prominente an 19 Schwei­zer Standorten für Passanten Suppe; durch die Spenden an diesem Tag wird ein Teil der Logistikkosten der Tafel gedeckt. In Luzern hat die Küchencrew des Hotels Schweizerhof in den letzten Tagen ordentlich Reste gesammelt, um zwischen 800 und 1000 Portionen kochen zu können. Zwischen 8000 und 11 000 Franken an Spenden dürften so zusammen­kommen.

Olympia-Ruderer erhöht Schöpfkadenz

Während sich das Zelt auf dem Platz allmählich mit Passanten füllt, erhöht Ruderer und Olympiasieger Mario Gyr (31) die Schöpfkadenz. Suppe essen zähle zwar nicht gerade zur Wettkampfvorbereitung, aber für ihn als Sportler habe die Ernährung einen hohen Stellenwert. «Da zählt auch der sorgfältige Umgang mit Nahrungsmitteln dazu.» Dieser Auffassung ist auch Tourismusdirektor Marcel Perren (49). Er ist unter den hilfsbereiten Prominenten derjenige, der den ins Zelt kommenden Touristen das Projekt erklärt. «Das habe ich letztes Jahr schon gemacht.»

Keine Erklärung brauchen GLP-Stadträtin Manuela Jost (53) und SP-Stadtpräsident Beat Züsli (53). Die beiden nutzen die Mittagspause der Stadtparlamentssession für ihren Einsatz an den Suppentöpfen. «Auch wenn ich nun öfter auswärts esse, achten wir zu Hause sehr auf den Umgang mit den Lebensmitteln – das fängt schon beim Einkaufen an», sagt Beat Züsli. «Eine Tradition und tolle Sache» ist der Suppentag auch für FCL-Trainer Markus Babbel (44). Er verrät, dass seine Lieblingssuppe Kartoffelsuppe ist. «Aber Gemüsesuppe liebe ich auch, besonders die vom Schweizerhof.»

Alexander von Däniken

alexander.vondaeniken@ luzernerzeitung.ch


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