Luzerns Wirtschaftsmotor brummt

STATISTIK ⋅ 2,7 Prozent mehr Unternehmen und 1,6 Prozent mehr Beschäftigte in einem Jahr: Die Wirtschaft im Kanton Luzern wächst überdurchschnittlich. Vor allem das Gesundheitswesen boomt.

08. Oktober 2016, 00:00

243 085 Beschäftigte und 31 281 Unternehmen: So viel hat der mittlerweile 400 000 Einwohner zählende Kanton Luzern Ende 2014 ausgewiesen. Dies zeigen die aktuellsten Zahlen des Bundesamts für Statistik. Gegenüber 2013 ist die Luzerner Wirtschaft um 2,7 Prozent bei den Unternehmen und um 1,6 Prozent bei den Beschäftigten gewachsen. Im Schweizer Durchschnitt betrug das Wachstum bei den Firmen ebenfalls 2,7 Prozent, jenes der Beschäftigten allerdings nur 1,2 Prozent.

Auch im Zentralschweizer Vergleich schneidet Luzern gut ab: Bei den Unternehmen wuchs einzig Schwyz stärker (3 Prozent). Es folgen Zug (2,1), Uri (1,9), Obwalden (0,8) und Nidwalden (0,02 Prozent). Beim Zuwachs der Beschäftigten führt Luzern, gefolgt von Zug (1,5), Schwyz (1,1), Obwalden (0,8) und Nidwalden (0,7). Uri musste einen Verlust von 195 Beschäftigten hinnehmen (minus 1,1 Prozent).

Massiver Einbruch bei Getränkeherstellung

Die Zahl der Beschäftigten im Kanton Luzern hat sich sehr unterschiedlich entwickelt. In der Landwirtschaft (inklusive Jagd) waren 13 740 Personen beschäftigt – 1,2 Prozent weniger als 2013. Weniger Beschäftigte gab es auch in der Getränkeherstellung. Ihre Zahl sank um satte 31,6 Prozent auf 410.

Anders sieht es im Gesundheitswesen aus. Hier stieg die Zahl der Beschäftigten innerhalb eines Jahres um 4,3 Prozent auf 17 344. Die meisten Arbeitsplätze gibt es nach wie vor in der Kategorie Erziehung und Unterricht; nämlich 17 948. Auch in diesem Bereich stieg die Zahl überdurchschnittlich: um 3,4 Prozent.

In der reinen Privatwirtschaft konnten der Grosshandel (plus 3,8 Prozent auf 10 646 Beschäftigte) und das vorbereitende Baugewerbe (plus 3,2 Prozent auf 12 629) stark zulegen. Was die Firmenstruktur betrifft, hat sich innert Jahresfrist vor allem bei den mittleren (50 bis 249 Vollzeitstellen) und grossen Unternehmen (ab 250 Stellen) wenig verändert; deren absolute Zahl wuchs um 18 auf 524 respektive um 1 auf 47.

Allerdings war hier der Zuwachs an Beschäftigten am grössten: plus 2,1 Prozent bei den mittleren und plus 3 Prozent bei den grossen Unternehmen. (avd.)


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