Nach Brand: Menznauer helfen den Obdachlosen

GEISS ⋅ 14 Personen mussten wegen eines Feuers ihre Wohnungen verlassen. Das Dorf zeigt sich solidarisch.

01. Dezember 2016, 00:00

Die Bewohner eines Mehr­familienhauses in Geiss in der Gemeinde Menznau hatten am Sonntagabend Glück im Unglück. Beim Brand ihres Hauses wurde niemand verletzt, alle konnten rechtzeitig evakuiert werden (Ausgabe vom 29. November). Dennoch ist ein solches Ereignis für Betroffene einschneidend. Einige Bewohner verloren innert kürzester Zeit sämtliches Hab und Gut.

Der Menznauer Gemeindeammann Beat Blum, Chef Sicherheit und Bevölkerungsschutz, war in der Brandnacht selber vor Ort. «Die Dorfbewohner von Geiss zeigten sich sehr solidarisch. Innerhalb von zwei Stunden waren alle betroffenen Bewohner bei Nachbarn, Verwandten oder Bekannten unter- gebracht», sagt er. Man habe Wohnräume eines Nachbarhauses als Sanitäts- und Unterbringungsort nutzen können. «Am Montag haben wir die Unterbringung für jene Bewohner organisiert, die nicht innerhalb von Tagen wieder zurück in ihre Wohnungen können», so Blum.

Im dreistöckigen Mehrfamilienhaus befinden sich sechs Wohnungen, jeweils zwei auf einem Stockwerk. Vom Brand schwer betroffen sind die drei Wohnungen auf der rechten Seite; sie sind laut Blum für längere Zeit nicht mehr bewohnbar. Die Wohnungen auf der linken Hausseite können nach einer gründlichen Reinigung wieder bezogen werden.

Die Eigentumswohnungen, die zum Teil vermietet sind, wurden von Paaren und Familien bewohnt. Das Feuer wütete zuerst an der Fassade und wurde der Luzerner Polizei kurz nach 23.30 Uhr gemeldet. Laut Mediensprecher Urs Wigger wird die Brandursache derzeit von Branddetektiven abgeklärt. 60 Personen der Feuerwehren Menznau und Wolhusen und der Rettungsdienst standen im Einsatz.

Jährlich ereignen sich in der Schweiz rund 20 000 Brände, die für Bewohner zum Teil tödlich enden. Jährlich werden bei Wohnungsbränden Sachwerte für mehr als eine halbe Milliarde Franken vernichtet. Im Winter sind Wohnungsbrände häufiger, besonders in der Adventszeit – durch den unachtsamen Umgang mit Kerzen. (sb)


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