Die ersten Skigebiete öffnen ihre Anlagen

WINTER ⋅ In den Bergen ist schon etwas Schnee gefallen. Er allein würde für den Start der Skisaison zwar noch nicht ausreichen. Doch die grösseren Destinationen haben vorgesorgt – und laden am Wochenende auf die Pisten.
08. November 2017, 00:00

Die Schneesportler freut’s: Schon diesen Freitag öffnet das Skigebiet Gemsstock in Andermatt seine Pisten. Zunächst beschränkt sich der Betrieb allerdings aufs Wochenende. Die Öffnung der Pisten sei unter anderem aufgrund des Schneefalls in den letzten Tagen möglich, schreibt in einer Mitteilung die Skiarena Andermatt-Sedrun, zu der das Skigebiet Gemsstock gehört. Notwendig seien hierfür aber auch die Konservierung von letztjährigem Schnee durch das sogenannte Snowfarming gewesen wie auch künstliche Beschneiung.

Trotz des natürlichen Schneefalls von Sonntag und Montag hat man diese Woche auch im Skigebiet Engelberg die Schneekanonen angeworfen, wie Peter Reinle, Leiter Marketing, bestätigt. Hier gehen die Pisten im Bereich Stand-Trübsee am Samstag auf. Einen Ansturm von Schneesportlern erwartet Reinle jedoch nicht: «Es wird wohl keine Wartezeiten geben.» Ein Grund dafür dürfte die aktuelle Revision der Rotair-Drehseilbahn sein, die derzeit den Skibetrieb auf dem Titlis noch verunmöglicht. Ab dem 18. November wird die Rotair aber wieder laufen; dann werden auch die Titlis-Pisten öffnen.

«Die Natur bestimmt, wann wir öffnen»

Noch gedulden muss man sich im Skigebiet Sörenberg, wie Tourismusdirektorin Carolina Rüegg sagt. «Am Rothorn hat es grundsätzlich viel Schnee gegeben, aber da wird derzeit noch gebaut. Darum sind die Pisten noch nicht befahrbar.» Derzeit werden am Rothorn Beschneiungsanlagen gebaut, ausserdem wird der Zweier-Sessellift Eisee durch einen neuen Vierer-Sessellift ersetzt. Wann in Sörenberg die Anlagen öffnen, kann Rüegg nicht sagen. «Die Natur bestimmt, wann das ist.» Rüegg ist zuversichtlich, dass man die Anlagen bald in Betrieb nehmen kann.

Genau gleich sieht es auf dem Sattel-Hochstuckli aus. Das Skigebiet liegt zwischen 1200 und 1600 Metern über Meer. Bis dato ist in dieser Höhenlage etwa 10 bis 20 Zentimeter Schnee gefallen. «Das ist noch zu wenig, um den Betrieb aufzunehmen», sagt Geschäftsleiter Marcel Murri. Er ist optimistisch, dass man zur Saisoneröffnung am 4. Dezember genug Schnee hat. «Sollte es vorher einen Wintereinbruch geben, werden wir früher öffnen.»

Gemäss Meteoschweiz liegt die Schneefallgrenze in den nächsten Tagen zwischen 900 und 1400 Metern. Das heisst: Auch die tiefer liegenden Skigebiete wie etwa die Marbachegg im Entlebuch – 1500 Meter über Meer – dürften Schnee erhalten. Wohl aber noch zu wenig, um vorzeitig die Wintersaison zu starten.

Was die einen freut, ist des anderen Leid: Wegen Schneefall und Wind konnte die Zahnradbahn am Pilatus am Montag keine Gäste befördern. Seit gestern ist die Bahn wieder in Betrieb.

Yasmin Kunz

yasmin.kunz@luzernerzeitung.ch


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