Diverse Steuern und Abgaben geplant

08. Februar 2018, 00:00

Luzerner Fasnacht Im rüüdig kontroversen «Auflagen- und Fasnachtsplan 2019/2022» (AFP) beschreibt die Regierung nicht nur ihre Redimensionierungspläne (siehe Haupttext), sondern listet auch eine ganze Reihe von zusätzlichen Einnahme­möglichkeiten auf.

  • So ist etwa eine Konfettitaxe geplant. Mit ihr soll «im Sinne einer vorgezogenen Recycling-Gebühr die spätere Entsorgung schon beim Kauf finanziert» werden. Die Einnahmen sollen laut AFP allerdings in die Kantonskasse fliessen und nicht den Kommunen zugute kommen – obwohl letztere für die Reinigungsarbeiten verantwortlich sind. Entsprechend hat bereits der Luzerner Gemeindeverband seinen Protest «gegen eine derart unfaire Steuer» eingelegt.
  • Weiter trägt sich Sparminister Guido Paul Scherzinger mit dem Gedanken, die Alkoholsteuern während der Fasnacht temporär zu verdoppeln. Im Volksmund dürfte diese zusätzliche Abgabe wohl schnell als «Holdrio»-Steuer bezeichnet werden – und kaum populär werden.
  • Weiter wird geprüft, ob die Luzerner Polizei mit «einer offensiven Bewirtschaftung des Bussenwesens» während der Fasnacht zusätzliche Mittel generieren kann.(mpc)


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