Ein Autofahrer hatte unglaubliches Glück im Unglück

KRIENS/HORW ⋅ Wie durch ein Wunder überlebte gestern ein 18-jähriger Lenker einen Horror-Unfall beim Schlund-Kreisel. Das Fahrzeug stürzte auf die Autobahn, durch die Wucht des Aufpralls geriet der Motor in Brand. Wie es dazu kam, ist noch unklar.
03. November 2017, 00:00

Dieser Lenker hatte wohl mehr als einen Schutzengel. Mit dem Seat seines Vaters durchfuhr ein 18-jähriger Mann gestern Morgen kurz nach 5.30 Uhr bei der Ausfahrt Horw/Kriens zwei Leitplanken und flog schliesslich acht Meter tief auf die Autobahn A2. Der Türke, der in der Zentralschweiz wohnt, überlebte den Unfall mit mittelschweren Verletzungen und wurde von der Ambulanz ins Spital transportiert, wie die Luzerner Polizei mitteilte. Mittelschwere Verletzungen beinhalten laut Po­lizeisprecher Urs Wigger Frakturen und Rissquetschwunden. Die Opfer müssen in der Regel stationär behandelt werden.

Dass der Mann Glück im Unglück hatte, zeigt der genaue Unfallhergang: Der Lenker kam von der A2 Richtung Kreisel Schlund (siehe Bild). In der Rechtskurve fuhr der Automobilist geradeaus, durchschlug die Leitplanke und flog auf die rund sechs Meter entfernte Autobahnauffahrt der A2 Fahrtrichtung Süden. Der Wagen schleuderte weiter, durchbrach erneut eine Leitplanke. Erst dann kam der Wagen – auf dem Dach – auf der acht Meter tiefer liegenden Autobahn A2 zum Stillstand. Weitere Personen wurden bei dem Unfall nicht verletzt.

Ob der 18-Jährige, der zum Zeitpunkt des Unfalls im Besitz eines gültigen Führerausweises war, zu schnell unterwegs war oder ob Alkohol im Spiel war, ist Gegenstand laufender Ermittlungen, wie Urs Wigger sagt. «Wie bei schweren Verkehrsunfällen üblich, wurde durch die Staatsanwaltschaft eine Blut- und Urinprobe angeordnet», so Wigger. Es entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Franken. Durch die Wucht des Aufpralles wurde der Motorenblock vom Fahrzeug getrennt und geriet in Brand. Die Feuerwehr der Stadt Luzern war mit sieben Personen im Einsatz. Der Unfall hatte zu massivem Rückstau geführt.

Yasmin Kunz

yasmin.kunz@luzernerzeitung.ch


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