Personal fordert Restaurant im Luzerner Bahnhof

28. November 2017, 00:00

Verpflegung Im Bahnhof Luzern soll ein Personalrestaurant entstehen. Dies fordern zahlreiche Mitarbeiter der SBB, der Zentralbahn und der Luzerner Verkehrsbetriebe (VBL) in einer Petition. Der Vorstoss wurde gestern von Mitgliedern des Luzerner Gewerkschaftsbundes überreicht. «Das Bedürfnis war schon länger da. Nur hat es eine Weile gedauert, bis wir uns formiert und unseren Anspruch angemeldet haben», sagt Urs Langenstein auf Anfrage unserer Zeitung.

Langenstein gehört der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) an und bekleidet dort das Präsidentenamt der Sektion Zentralschweiz. Er ist die treibende Kraft hinter dem Begehren. «Wir fordern ein zentral gelegenes Restaurant, das die Mitarbeiter der SBB, der Zentralbahn und der VBL gut erreichen können», erklärt er. Weiter soll es von 6 bis 22 Uhr geöffnet sein und dem Bahnhofspersonal eine ausgewogene Ernährung bieten. Denn das ist laut Langenstein derzeit im Bahnhof nicht möglich: «Das teure vegetarische Restaurant, die Sandwich-Bäckereien und die Fastfood-Ketten werden dem Anspruch an warme und ausgeglichene Mahlzeiten zu einem verkraftbaren Preis nicht gerecht.»

Laut Langenstein ist die Idee auf fruchtbaren Boden gefallen. Das zeige sich einerseits daran, dass eine Vielzahl von Gewerkschaften dahinterstehe, andererseits an der Zahl der Unterzeichner: 1001 Personen haben die Petition unterschrieben.

VBL signalisieren Verständnis für das Anliegen

Wie das Restaurant aussehen und wann es eröffnet werden soll, ist gemäss Langenstein noch unklar. Der Ball liegt nun bei den SBB. Diese bestätigen, von der Petition Kenntnis zu haben: Das Anliegen werde nun zusammen mit der SBB-Personalkommission geprüft. Langenstein will den SBB dafür bis nach den Feiertagen Zeit geben. Falls bis dann keine Antwort vorliege, werde man nachhaken. «Nicht, dass unser Begehren versandet.»

Verständnis für das Anliegen hat man bei den VBL, wie deren Sprecher Christian Bertschi sagt. Der jetzige Aufenthaltsraum am Bahnhof sei sehr klein und verfüge nur über eine Kaffeemaschine und einen Getränkeautomaten. Da die VBL am Bahnhof keine Immobilen besitzen, sei man auf die SBB angewiesen. Bertschi betont: «Wir sind offen für Diskussionen zu einem gemeinsamen Personalrestaurant.» (kük/kuy)


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