Putzequipen fischen Grende aus dem Güsel

FASNACHTSBILANZ ⋅ Rund 360000 Personen haben im Kanton Luzern an der Fasnacht teilgenommen. In der Stadt können die Reinigungskräfte die letzten Spuren erst heute beseitigen – weil sie die Bevölkerung nicht aufs Glatteis führen wollen.
15. Februar 2018, 00:00

Die Guuggenmusigen sind verstummt, der Kanton Luzern kehrt wieder zur Normalität zurück. Doch noch gilt es, die letzten Spuren der Fasnacht zu beseitigen. Das dauere länger als erhofft, sagt Florian Aschbacher, Leiter Betrieb und Strassenunterhalt der Stadt Luzern: «Das Problem ist die Nässe. Der Güsel klebt am Boden, und wegen der tiefen Temperaturen können wir den Boden nicht waschen.» Die Stadt werde deshalb erst ab heute Mittag auf Hochglanz poliert.

Insgesamt wurden zwischen 90 und 100 Tonnen Abfall eingesammelt, schätzt Aschbacher. 2017 fielen wegen des Besucherrekords etwa 115Tonnen an.

Nur wenige Diebstähle

Knapp 150000 Personen waren vom Schmutzen Donnerstag bis Aschermittwoch in der Stadt unterwegs (Vorjahr 157000). Auf dem Land waren es rund 210000 Personen, wie die Luzerner Polizei mitteilt. Insgesamt sei die Fasnacht friedlich gewesen. Dennoch mussten die Einsatzkräfte wegen Fällen von Trunkenheit und Gewalt einschreiten. «Gut zwei Dutzend Personen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen», sagt Sprecher Kurt Graf. Weitere wurden weggewiesen. Dieses Jahr gab es ausgesprochen wenige Diebstähle. Mehrfach mussten Polizisten helfen, weil Kinder in den Massen verloren gingen. Meist konnten diese innert kürzester Zeit zurückgebracht werden. Graf: «Es sind auch für Polizisten sehr emotionale Momente, wenn man eine Familie wieder vereinen kann.»

Das Luzerner Kantonsspital wollte zur Fasnachtsbilanz keine Stellung nehmen. (cgl)


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