Schärferes Tierschutzgesetz

11. August 2017, 00:00

Am 1. September 2018 verstreicht eine weitere Frist des verschärften Tierschutzgesetzes, das 2008 in Kraft trat – mit Auswirkungen für die hiesige Schweineproduktion. Das Verbot für Vollspaltenböden – also im ganzen Stall Böden mit Spalten – gilt dann auch für ältere, vor 2008 erstellte Stallungen.

Gleichzeitig gilt eine neue Mindestflächenregelung. «Einige Schweinehalter werden ihre Zucht oder Produktion ganz aufgeben, andere werden ihre Tierzahlen verringern müssen», sagt Adrian Schütz vom Branchenverband Suisseporcs.

Der Kanton Luzern, der mit 422 627 Schweinen (Agrardatenerhebung des Bundes, Stand 2016) schweizweit den grössten Bestand aufweist, sei aber weniger von einem Abbau an Mastplätzen betroffen, erklärt Adrian Schütz. Denn: «Der Grossteil der Betriebe im Kanton Luzern ist zertifiziert und erfüllt be­- reits die verschärften Anforderungen.» Grössere Konsequenzen habe die Gesetzesanpassung in der West- und Ostschweiz. (zar)


Leserkommentare

Anzeige: