Schmierereien – es waren die Grünen

11. April 2018, 00:00

Politaktion «Gliich» – dieses Wort haben Aktivistinnen und Aktivisten am frühen Montagmorgen in Regenbogenfarben an diversen Orten in der Luzerner Innenstadt auf Strassen und Gassen gemalt. Hinter der Aktion stecken die Jungen Grünen des Kantons Luzern, wie Recherchen unserer Zeitung nun zeigen. Ihnen gehört die Internet-Domain www.gliich.ch. «Ja, wir haben damit unseren Aktionsmonat ­Gliich! gestartet», sagt Co-Präsident Jona Studhalter auf Anfrage. Mit dem Wort «Gliich!» kämpfen die Jungen Grünen unter anderem gegen Homophobie und fordern Lohngleichheit. «Wir haben extra abwaschbaren Kreidespray benutzt, und es war ja Regen angekündigt», sagt Studhalter. Sie hätten sicher nichts strafbar Relevantes getan.

«Sollte es sich tatsächlich um eine politische Botschaft handeln, prüft die Stadt allfällige Massnahmen», sagt Mario Lütolf, Leiter Stadtraum und Veranstaltungen, zu einem Bericht von «20 Minuten». Denn unter Umständen handle es sich um eine missbräuchliche Nutzung des öffentlichen Grundes. «Zwar dürften die Schriftzüge spätestens mit dem nächsten Regen verschwinden, deshalb wollen wir den Ball flach halten», sagt Lütolf. «Wenn wir aber solche Aktionen tolerieren, öffnet dies Tür und Tor für Nachahmer.» Nach Gesprächen und Verwarnungen sei eine Strafanzeige das äusserste Mittel. (hor)


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