Kommentar

Unsicherheit bleibt

10. Oktober 2017, 00:00

Fahrlässige Tötung, Amtsmissbrauch: Von diesen Vorwürfen sind der Luzerner Polizeikommandant Adi Achermann und Kripochef Daniel Bussmann nicht endgültig entlastet. Denn das Urteil des Bezirksgerichts Kriens im Fall Malters wird ans Kantonsgericht weitergezogen. Damit musste die Polizeispitze rechnen, und von einer Berufung musste auch Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker ausgehen.

Dennoch entschied Winiker nach dem Freispruch im Juni, Achermann und Bussmann wieder mit heiklen Einsätzen zu betrauen. Das war als vertrauensbildende Massnahme folgerichtig. Ob sie es jetzt auch noch ist? Sicher ist: Die Polizeispitze steht unter ungeheurem Druck, keine Fehler zu begehen. Nicht nur aus strafrechtlicher Sicht: Die interne Untersuchung, ob beim Ablauf des Einsatzes in Malters etwas schiefgelaufen ist, steht ebenfalls noch aus.

Lukas Nussbaumer, Politreporter

lukas.nussbaumer@luzernerzeitung.ch


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