Wärmebildkameras und Drohnen haben ihre Tücken

15. Mai 2017, 00:00

Technik In den vergangenen Jahren wurden verschiedene neue Technologien im Einsatz für die Rehkitzrettung getestet. Dank Hightech-Ausrüstung wie Wärmebildkameras auf Teleskopstan­gen oder Drohnen sollen Bauern und Jäger bei der Suche nach den gut versteckten Rehkitzen effi­zienter werden.

«Wir begrüssen grundsätzlich jede Unterstützung», sagt etwa Peter Küenzi, Präsident von Revierjagd Luzern. Doch bisher setzen weder der Kanton Luzern noch die Jagdgesellschaften eigene Geräte ein. «Für die Jagdgesellschaften ist es oft auch eine Kostenfrage», führt Küenzi weiter aus. Eine entsprechend ausgestattete Drohne kostet etwa 20000 Franken.

Zudem: Moderne Technik kann ihre Versprechen nicht immer einlösen, sodass eine In­vestition ohne gründliche Tests kaum sinnvoll erscheint. So erwies sich etwa das Konzept «Wildretter» als kaum praktikabel. Auf bis zu 6 Meter hohen Teleskopstangen wurden Wärmebildkameras montiert, die Alarm schlagen sollen, sobald ein Tier entdeckt wird.

Eine einfachere Handhabe versprechen nun mit Wärmebildkameras bestückte Drohnen. Dazu gibt es Pilotversuche: Das Projekt Rehkitzrettung der Hochschule für Agrar-, Forst- und ­Lebensmittelwissenschaften im bernischen Zollikofen testet das System seit 2014 mit Hilfe freiwilliger Piloten.

Das erklärte Ziel der Initianten ist es, dass dereinst jede Gemeinde auf einen ausgebildeten Piloten zurückgreifen kann, um vor der Mahd die Grasflächen systematisch abzusuchen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. (uus)


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