Zwei Drittel aus dem Ausland

09. Oktober 2017, 00:00

Wild Das meiste Wildfleisch, das auf unseren Tellern landet, stammt aus dem Ausland. Nur 30 Prozent kommt aus der Schweiz – vorwiegend aus der Jagd. Hirschfleisch aus hiesigen Wildgehegen deckt nur 3 Prozent des Konsums. Ähnlich dürfte sich das Verhältnis auch im Kanton Luzern präsentieren. Daten sind dazu kaum vorhanden. Fakt ist: Jeder Schweizer konsumiert im Durchschnitt 560 Gramm Wild pro Jahr. Im Kanton Luzern werden somit jährlich fast 226 Tonnen Wildfleisch verzehrt – fast anderthalb mal so viel, wie alle Hirschzuchten der Schweiz gemeinsam produzieren.

Wie viel Fleisch aus der Luzerner Jagd stammt, dazu liegen keine Zahlen vor. Bekannt ist zwar, dass Luzerner Jäger in der letzten Jagdsaison 3778 Rehe, 239 Gämse und 113 Rothirsche erlegten. Diese Gesamtabschusszahlen, erklärt Philipp Amrein, Fachleiter Jagd und Fischerei der Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons Luzern, enthielten junge wie auch ausgewachsene Tiere und sagten wenig über die effektive Ausbeute aus.

Zudem: Von der Jagdbeute profitieren die Jäger, ihr Umfeld und Restaurants. In die Supermarkt-Regale schafft es das hiesige Wildbret nicht. Die Verteilung regeln die 122 Luzerner Jagdgesellschaften, laut Peter Küenzi, Präsident der Revierjagd Luzern, alle unterschiedlich. Grundsätzlich gilt aber: «Das erlegte Tier gehört der Jagdgesellschaft.» (zar)


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