Unglück auf Ozeanriese

14. September 2016, 00:00

Marseille sda. Auf dem weltgrössten Kreuzfahrtschiff «Harmony of the Seas» hat es einen tödlichen Unfall gegeben: Ein Rettungsboot mit mehreren Menschen an Bord löste sich gestern während einer Sicherheitsübung im Hafen von Marseille von dem Ozeangiganten. Beim Unglück kam ein 42-jähriger Philippiner ums Leben. Vier weitere Besatzungsmitglieder – drei Philippiner und ein Inder – wurden schwer verletzt, zwei von ihnen lebensgefährlich.

Unglücksursache noch unklar

Der Unfall ereignete sich bei einer wöchentlichen Übung, bei der ein Rettungsboot zu Wasser gelassen werden soll, wie Staatsanwalt Xavier Tarabeux gestern Abend sagte. Das auf dem fünften Deck befestigte Rettungsboot stürzte mit fünf Besatzungsmitgliedern an Bord zehn Meter in die Tiefe. Warum das Kabel oder die Haltevorrichtung abrissen, ist bislang unklar. Die Behörden nahmen die Ermittlungen auf.

Die in Frankreich gebaute «Harmony of the Seas» war im vergangenen Mai der US-Grossreederei Royal Caribbean Cruises übergeben worden. Mit einer Länge von 362 Metern, einer Breite von 66 Metern und einer Höhe von 72 Metern ist sie das grösste Kreuzfahrtschiff der Welt. Sie bietet Platz für rund 6400 Passagiere und 2400 Besatzungsmitglieder. Das Schiff kam gerade aus Mallorca und machte in Marseille Station.


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