Café creme wieder teurer

GASTRONOMIE ⋅ Der Preis des beliebten Heissgetränks ist in Gastgewerbebetrieben wieder einmal gestiegen. Nun soll mehr Qualität in die Tasse.

29. November 2016, 00:00

Der Kaffeegenuss kostet immer mehr. In der Deutschschweiz stieg in diesem Jahr der durchschnittliche Preis für eine Tasse Café creme auf 4.23 Franken. Das sind 3 Rappen mehr als im Vorjahr. In der Zentralschweiz betrug der Aufschlag 1 Rappen auf 4.18 Franken, wobei die Bandbreite von 3.80 bis 5 Franken reicht. Cafetier Suisse hat zudem ermittelt, dass drei Viertel aller befragten Betriebe die Preise unverändert liessen. Aufgeschlagen wurde eher auf dem Land. In urbanen Räumen, wozu auch die Städte Luzern und Zug zählen, sei die Zurückhaltung grösser gewesen. Auch im kommenden Jahr rechnet der Verband Cafetier Suisse mit leichten Preiserhöhungen, wie es gestern vor den Medien hiess. Zwar gibt es bei den Löhnen im Rahmen des neuen Gesamtarbeitsvertrages für die Gastronomie keine Sprünge nach oben, und viele Betriebe operieren in der Verlustzone. Höheren Aufschlägen stehe jedoch eine zunehmende Konkurrenz im Wege.

Bessere Ausbildung soll Qualität heben

Gleichzeitig soll dem Gast noch besserer Kaffee serviert werden. Cafetier Suisse hat dafür wieder einmal eine «Qualitätsoffen­sive» gestartet. In deren Zentrum steht eine bessere Kaffeeausbildung von Mitarbeitenden im Gastgewerbe. Julian Graf, der Geschäftsführer von Cafetier Suisse, plädiert dafür, dass jeder Betrieb einen Verantwortlichen beschäftigt, der alles über guten Kaffee und dessen perfekte Zubereitung weiss.

Entsprechende Schulungen seien in Vorbereitung. «Der Kaffee in der Gastronomie muss so gut sein, dass er Lust macht auf eine zweite Tasse», sagte er gestern an einer Pressekonferenz der Cafetier Suisse. Es ist nicht das erste Mal, dass der Verband zu einer «Qualitätsoffensive» aufruft. Bereits vor fünf Jahren war zur Offensive geblasen worden. (t.g)

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