Juncker sieht die EU in der Krise

15. September 2016, 00:00

Strassburg red/sda. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat in seiner Rede zur Lage der Union die EU-Staaten kritisiert: «Die Zahl der Bereiche, in denen wir solidarisch zusammenarbeiten, ist zu klein.» Es gebe zwar Fortschritte, doch lasse die Lage der Union weiter zu wünschen übrig. «Die EU ist derzeit nicht in Topform», stellte Juncker fest. Er sieht sie gar in einer existenziellen Krise.

Erneut äusserte Juncker zudem sein Bedauern über das Votum der Briten im Juni für einen Austritt aus der Union. Die EU wolle aber weiterhin ein freundschaftliches Verhältnis mit dem Königreich pflegen. Mit Blick auf die anstehenden Austrittsverhandlungen mit Grossbritannien bekräftigte der Kommissionspräsident, dass London «keinen Binnenmarkt a la carte» bekommen könne.7


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