Winiker verteidigt sein Vorgehen

30. November 2016, 00:00

Fall Malters Der Luzerner Sicherheitsdirektor Paul Winiker (SVP) sagt im Interview mit unserer Zeitung: «Die Massnahme, dass der Kommandant und der Kripochef der Luzerner Polizei keine heiklen Einsätze mehr leiten, ist kein Zeichen von Misstrauen. Im Gegenteil: Sie festigt das Vertrauen.»

Regierungsrat Winiker reagiert damit auf Kritik von Polizeiexperten, welche die im Gefolge des Falls Malters angeordnete Massnahme als nicht vertrauensbildend bezeichnet und deren Aufhebung gefordert hatten (vgl. Ausgabe vom 26. November). Winiker seinerseits geht davon aus, dass die Massnahme auch bei einem langen Gerichtsverfahren Bestand haben wird.

Polizeikommandant Adi Achermann und Kripochef Daniel Bussmann werden sich wegen des Polizeieinsatzes im März dieses Jahres, bei dem sich eine 65-Jährige das Leben nahm, wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht zu verantworten haben. «Für beide gilt bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung», betont Winiker. (bbr/jon) 19


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