Bundesrat: SBB sollen rasch handeln

ZUGVERKEHR ⋅ Die Landesregierung fordert bessere Bahnverbindungen in den Süden. Die SBB finden, dies sei bald der Fall.
02. Dezember 2017, 00:00

Aktuell fährt der erste Direktzug ab Luzern Richtung Tessin um 10.18 Uhr. Das reicht dem Lu­zerner CVP-Ständerat Konrad Graber nicht: Er wollte vom Bundesrat wissen, was dieser vom momentanen Angebot der SBB halte. Nun liegt die Antwort auf seine Interpellation vor. Und die Landesregierung ist gleicher Meinung wie Graber: Das Zugangebot zwischen Luzern und dem Tessin sei «ungenügend», und die SBB sollen «rasch» eine frühere Direktverbindung Richtung Süden einplanen.

Die SBB argumentieren, mit dem Fahrplanwechsel vom 10. De­zember werde man diesem Auftrag nachkommen. So starte der erste Direktzug von Luzern Richtung Süden bereits um 9.18 Uhr. Nur: Diese Verbindung gibt es lediglich von Freitag bis Montag. Dies deshalb, weil sich das Bundesamt für Verkehr und die Bundesbahnen in den Haaren liegen. Das interessiert Konrad Graber jedoch nicht. Er sagt: «Die Kunden dürfen das nicht zu spüren bekommen. Die SBB sollen einfach ihren Auftrag erledigen.»

Tiefbahnhof: Bund zahlt Projektierungskosten

Mehr Freude bereitet Konrad Graber eine Aussage des Bundesrats zum Durchgangsbahnhof. So sichert dieser zu, die Projektierungsarbeiten für das 2,4 Milliarden Franken schwere Projekt zu übernehmen. Bis jetzt lag erst eine mündliche Zusicherung von Verkehrsministerin Doris Leuthard vor. Die Projektierungsarbeiten dürften einen höheren zweistelligen Millionenbetrag verschlingen. (nus) 27


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